Zum Feierabend was Frisches in der Gelsenkirchener Neustadt

Jörn Stender
Im April wurde in Buer der erste Feierabendmarkt eröffnet. Das Konzept ging dort auf. Nun soll es ein Gegenstück im Stadtsüden geben.
Im April wurde in Buer der erste Feierabendmarkt eröffnet. Das Konzept ging dort auf. Nun soll es ein Gegenstück im Stadtsüden geben.
Foto: WAZ FotoPool
Nach dem „Markt am Dom“ in Buer soll es auch in der Neustadt einen Feierabendmarkt geben. Der Start ist für Ende November geplant. Eingebunden werden soll die Ückendorfer Kreativszene. Bislang gibt es Zusagen von zwölf Händlern mit klassischem Marktangebot und „fünf bis sechs Textilständen“

Gelsenkirchen. Der Feierabendmarkt soll keine Spezialität allein des Stadtnordens bleiben. Der „Markt am Dom“, der in Buer seit April donnerstags zum festen Treff für Klön und Kulinarisches wurde, bekommt ein Gegenstück im Süden. Ab 26. November soll es wöchentlich mittwochs auf dem Neustadtplatz einen zweiten Feierabendmarkt geben. In Buer wird diesen Donnerstag bereits auch für die Gelsenkirchener Alternative geworben, wenn an St. Urbanus ab 17 Uhr eintausend mit dem Markt-Logo bedruckte Einkaufstaschen kostenlos an Marktbesucher verteilt werden.

Die Markt-Organisatoren Wilhelm Weßels, Karoline Haarmann und Dr. Siegbert Panteleit verstehen die kleine Gabe als Dankeschön für die Kunden, die dem Markt seit einem halben Jahr die Treue halten. Ausdauer, so Weßels, wird auch in der Neustadt gefragt sein. „Nach einem halben Jahr zeigt sich, wie sich etwas etabliert hat und ob es auch wirtschaftlich darstellbar ist“, sagt der Stadtmarketing-Experte. Und: „Markthändler sind schnell wieder weg, wenn es nicht läuft.“ Zumindest in Buer ging die Rechnung bislang auf.

Die Marktstände werden auf dem Neustadtplatz aufgebaut

„Der Markt auf der Domplatte ist recht erfolgreich, die Resonanz ist sehr gut. Aber dennoch ist das Konzept nicht einfach 1:1 von Buer in die Neustadt zu transportieren“, sagt Weßels. Und deshalb seien, auch in Abgrenzung zu anderen Märkten, die in Nachbarstädten und eben auch nördlich des Rhein-Herne-Kanals etabliert wurden oder werden, eben Alleinstellungsmerkmale nötig. Für die Neustadt setzten die Planer deshalb auf den Kreativ-Faktor. Die Anbindung der wachsenden Künstler- und Gründerszene in Ückendorf ist ihr Ziel, auch um eine erweiterte Klientel anzusprechen. Im Idealfall: Junge Leute und Studierende aus Essen und Bochum. Weßels: „Wir wollen ein Angebot schaffen für die relativ junge Szene hinter dem Bahnhof, aber auch die ältere Generation nicht außen vor lassen.“ Insgesamt gehe es natürlich darum, den Bereich ein Stück weit neu zu beleben.

Der Feierabendmarkt wird auf dem Neustadtplatz aufgebaut und auch einen Teil der Bochumer Straße einbeziehen. Bislang liegen laut Weßels die Zusagen von zwölf Händlern mit klassischen Marktprodukten vor, zudem rechnet er mit „fünf bis sechs Textilständen“ von jungen Designern mit Mode der etwas anderen Art. Eine Erfolgsgarantie gibt es nicht, das weiß auch Weßels. „Es ist ein Versuch. Das kann auch scheitern.“ Was ihn nicht schreckt, ist der späte Marktstart im Jahr. Immerhin: Zur Premiere am 26. November läuft ja auch bereits der Weihnachtsmarkt auf der anderen Bahnhofsseite.