Zum Erfolg verdammt

Die Planung für die Bochumer Straße ist quasi aus der Not geboren. Und das gleich dreifach. 1. hat die Kirchengemeinde St. Augustinus eine repräsentative Kirche, die sie weder füllen noch unterhalten kann. Und sie sieht sich auch zusammen mit dem Bistum Essen außerstande, einen wirtschaftlichen Beitrag zur Revitalisierung zu leisten. 2. hat die Stadt ein vitales Interesse daran, dass der Bereich wieder eine Aufwertung erfährt, aber eben auch kein Geld, um den Umbau selbst zu stemmen. Damit dort was passiert, ist sie auf Fördermittel angewiesen. Und die fließen meist nur, wenn sozusagen große Pläne geschmiedet werden. 3. hängt an Heilig Kreuz die Hoffnung für die Aufwertung des gesamten, zuletzt so arg in Verruf geratenen Viertels. Sozial und kulturell soll Ückendorf an dieser Stelle wiederbelebt werden – als zunehmend attraktives Kreativquartier, als Wohnstandort. Um dem Viertel wieder mehr Leben einzuhauchen, braucht es langen Atem. Und Millionen. Geht das Projekt in die Binsen, kippt auch eine wichtige Säule für den Quartierumbau. Von daher ist die Stadt zum Erfolg verdammt.