Gelsenkirchen

Zoo Gelsenkirchen: Nach dem Tod von Löwin Kiara - DAS wird aus den Leichen von Zootieren erzeugt

Der Zoo Gelsenkirchen trauert um Löwin Kiara. Aber was geschieht mit ihren sterblichen Überresten?
Der Zoo Gelsenkirchen trauert um Löwin Kiara. Aber was geschieht mit ihren sterblichen Überresten?
Foto: Zoom Erlebniswelt
  • Die Zoom Erlebniswelt in Gelsenkirchen trauert nach ihrem Tod um Löwin Kiara
  • Der Zoo bestattet verstorbene Tiere nicht
  • Unglaublich, was mit manchen Kadavern geschieht

Gelsenkirchen. Herrchen und Frauchen bestatten ihre heißgeliebten verstorben Kleintiere auf dem Tierfriedhof oder im eigenen Garten.

Aber was macht der Zoo Gelsenkirchen eigentlich mit verstorbenen Tieren?

Zoo Gelsenkirchen: Kühlkammer der verstorbenen Tiere

Wegen einer altersbedingten Erkrankung musste kürzlich die Löwendame Kiara mit 19 Jahren eingeschläfert werden. Eine Zootierärztin habe zunächst routinemäßig eine Obduktion durchgeführt. Doch das war nicht das Ende der Reise für Kiaras sterbliche Überreste.

„Wir schauen derzeit, in welcher Weise wir den Körper für wissenschaftliche Zwecke nutzen können“, sagt Nataly Naeschke, Sprecherin der Zoom Erlebniswelt in Gelsenkirchen. Vielleicht bringe man das Skelett oder den gesamten präparierten Körper zu Bildungszwecken in der hauseigenen Zooschule unter.

„Daher haben wir den Löwenkörper zunächst hier bei uns eingefroren“, sagt Naeschke. Im Zoo gebe es dafür einen speziellen Kühlraum. Einzelne Tiere würden hin und wieder der Berufsschule für Präparationstechnik in Bochum zu Übungszwecken übergeben werden.

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Das ist der Zoo Gelsenkirchen:

  • 1949 öffnete der „Ruhr Zoo“ in Gelsenkirchen – mit dabei sind unter anderem Bären, Wölfe, Affen, Schafe, Ziegen, Zebras, Kamele und ein Elefant
  • Ab Dezember 2000 verwandelt sich der „Ruhr Zoo“ Schritt für Schritt in die Zoom Erlebniswelt
  • Es ist der erste Zoo in Europa, der konsequent naturnah gestaltet ist
  • 2005 eröffnet die Erlebniswelt Alaska, ein Jahr später folgt das Afrika-Areal und 2010 dann der Bereich Asien

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Und um alle weiteren toten Tiere kümmere sich eine Tierkörperbeseitigungsanstalt.

Leblose Tierkörper werden einem anderen Zweck zugeführt

Im Fall der Zoom Erlebniswelt sei das die Firma Secanim in Lünen. Dort werden die Tierkörper nach ihrem Ableben verbrannt. „Tierische Risikomaterialien müssen beseitigt werden“, weiß Marcel Darichs, Pressesprecher des Konzerns Saria, zu dem Secanim gehört, und verweist auf die gültige EU-Verordnung 1069.

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Das, was dann an tierischen Überresten bleibt, landet nicht etwa in der Biotonne. „In einem Verarbeitungsschritt werden aus den toten Körpern Tiermehl und Fett erzeugt. Das wird dann später als Sekundär- oder Ersatzbrennstoff in der Kraftwerks- und Zementindustrie verbrannt “, erklärt Darichs.

Dort erreicht das Tiermehl ähnliche Brennwerte wie Braunkohle. In anderen Worten: Die sterblichen Überreste der verbrannten Tiere werden zu Energie.

Mitarbeiter trauern um die Löwin

Das passiert mit dem Löwenkörper zwar nicht. Traurig sind die Mitarbeiter der Zoom Erlebniswelt nach dem Verlust des Raubtiers dennoch: „Sie fehlt den Mitarbeitern. Sie lebte schließlich neun Jahre hier bei uns“, sagt Naeschke. (vh)

 
 

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