ZDF verfilmt Klaus-Peter Wolfs Krimi „Ostfriesenkiller“

Elisabeth Höving
Am Rande der Dreharbeiten fürs ZDF: Bestseller-Autor Klaus-Peter Wolf (rechts) mit Regisseur Sven Bohse, Svenja Jung als Sylvia Kleine und Christiane Paul, die die Kommisarin spielen wird. Foto: Christine Schroeder
Am Rande der Dreharbeiten fürs ZDF: Bestseller-Autor Klaus-Peter Wolf (rechts) mit Regisseur Sven Bohse, Svenja Jung als Sylvia Kleine und Christiane Paul, die die Kommisarin spielen wird. Foto: Christine Schroeder
Das ZDF verfilmt den "Ostfriesenkiller" von Klaus-Peter Wolf. Der Bestseller-Autor aus Gelsenkirchen begleitet begeistert die Dreharbeiten im Norden.

Gelsenkirchen. In Ostfriesland ist der Gelsenkirchener Bestsellerautor Klaus-Peter Wolf der Killer Nummer Eins. Jede Menge Leichen pflastern seinen literarischen Weg. Und sein „Ostfriesenkiller“, der erste Roman in der Mega-Bestsellerreihe, mordet sogar demnächst auf der Mattscheibe. Mit prominenter Besetzung.

Morden im Norden, das kann keiner so schön monströs und so kriminell erfolgreich wie der 62-jährige Ruhri mit Wahlheimat an der Nordseeküste. Die Leser reißen ihm längst jeden neuen Krimi förmlich aus der Hand. Jetzt soll der „Ostfriesenkiller“ auch den Bildschirm erobern.

Das ZDF verfilmt in diesen Tagen das Buch rund um die toughe Kriminalkommissarin Ann Kathrin Klaasen und ihre Kollegen Ubbo Heide, Frank Weller und den trotteligen Rupert an den Originalschauplätzen.

„Wir hatten gerade Bergfest bei den Dreharbeiten“, sagt ein glücklicher Klaus-Peter Wolf am Telefon im Gespräch mit der WAZ und mit Blick auf den Nordseestrand von Wangerooge, der Insel, die immer wieder auch Tatort der Krimis ist.

Mitte Oktober soll der Film im Kasten sein. „Dabei war ich ganz schön nervös, als ich zum ersten Mal auf die Hauptdarsteller traf“, erinnert sich Wolf. Denn so wie die Millionen Leser hat natürlich auch der Autor ein ganz genaues Bild von den Figuren im Kopf.

Der Roman entstand im Jahre 2007 und eröffnete damit eine ganze Serie von Erfolgskrimis, die Jahr für Jahr ihr Publikum aufs neue elektrisieren. Für die Rolle der Kommissarin gewann das ZDF die bekannte Schauspielerin Christiane Paul. Das Fernsehpublikum kennt sie unter anderem durch Hauptrollen in „Adlon“ oder „Unsere Väter, unsere Mütter“.

Perfekte Charaktere

Für den Autor ist Christiane Paul ein echter Glücksfall: „Sie ist genau die Richtige.“ Von den Krimis sind ja über vier Millionen Bücher verkauft worden, allein der „Ostfriesenkiller“ hat über 500 000 Leser. Von denen hat jeder einzelne sein eigenes Bild der Figuren im Kopf. „Ich erzähle allerdings zumeist mehr von Innen heraus, beschreibe weniger Äußerlichkeiten.“ Und den Charakter der Klaasen treffe Christiane Paul perfekt: „Sie hat wie Ann Kathrin etwas Zerbrechliches, man will sie beschützen. Im nächsten Moment aber kann sie total stark sein.“ Beide Stimmungslagen müssten schnell kippen: „Man muss das glauben können!“ Christiane Paul habe sich im Vorfeld oft mit ihm getroffen, die Spielstätten besucht: „Sie kennt alle Bücher bestens.“

In weiteren Rollen sind Christian Erdmann, Barnaby Metschurat, Peter Heinrich Brix, Uwe Bohm und Sandra Borgmann zu sehen. Regie führt Sven Bohse. Das Drehbuch wurde nach dem Roman von Florian Schumacher adaptiert. Gedreht wird in Norden, der Wahlheimat des Gelsenkirchener Autors, in Norddeich und der ganzen Region. Für den Autor eine weitere Entdeckung: Svenja Jung, die Darstellerin des achtjährigen, geistig behinderten Mädchens.

In „Ostfriesenkiller“ erschüttert eine Mordserie den friedlichen Urlaubsort Norddeich. Die ersten Opfer wurden mit einer historischen Waffe getötet und führen die Hauptkommissarin und ihre Kollegen zum „Regenbogenverein“. Der kümmert sich nicht nur um behinderte Menschen, sondern verwaltet auch deren teilweise beachtliches Vermögen. Ein Mordmotiv?

Ein Sendetermin steht noch nicht fest, vermutlich wird es rund um Februar sein, wenn der neue Krimi auf den Markt kommt. Titel: „Ostfriesentod“. Für einen kurzen Augenblick übrigens wird auch der Autor im Film zu sehen sein.