Wunderbarer Swing in der Consol-Kellerbar in Bismarck

Gero Körner und Barbara Barth gehören dem Ellington Trio an; sie ließen es am Freitagabend in der guten gefüllten Consol-Kellerbar swingen.
Gero Körner und Barbara Barth gehören dem Ellington Trio an; sie ließen es am Freitagabend in der guten gefüllten Consol-Kellerbar swingen.
Foto: Christoph Giese
Einen wunderbaren Jazzabend erlebten die Gäste auf Consol in Gelsenkirchen mit dem Ellington Trio.

Gelsenkirchen.. Was hat er für unvergängliche Melodien geschrieben! Die ihn, der seit über 40 Jahren tot ist, noch ganz lange überleben werden. Ewig wahrscheinlich. So wie das Motto eines der bekanntesten Lieder von Edward Kennedy Ellington, den sie zeitlebens „Duke“ nannten, für viele Jazzmusiker auch heute noch heilig ist: „It don’t mean a thing (if it ain’t got that swing)“. Es bedeutet nichts, wenn es nicht swingt!

Und swingen tut das „Ellington Trio“ in der gut gefüllten Consol-Kellerbar wunderbar. Der Name des Essener/Kölner Trios ist dabei Programm: Es werden fast ausschließlich Kompositionen des Duke gespielt.

Und das machen Pianist Gero Körner, Kontrabassist Caspar van Meel und Sängerin Barbara Barth in den originalen Ellington-Arrangements. Viel Arbeit bedeutete das im Vorfeld, mussten sich die Musiker doch einiges aus alten Plattenaufnahmen erst heraushören und transkribieren.

Die Mühen haben sich gelohnt

Die Mühen haben sich gelohnt, verströmt der Dreier in Bismarck authentisch das Feeling der guten alten Jazztage. „Caravan“ etwa, noch so ein Riesenhit Ellingtons, mit seinem Arrangement aus den 1930ern, startet zunächst mit einem herrlich tänzelnden Bass-Solo, bevor dieses exotisch nach Nahem Osten duftende Stück loslegt.

Impressionistische Klangfarben, wortloser Scatgesang, Bluesfeeling, balladeske Momente oder eine spritzig swingende Fahrt durch New York im berühmten „A-Train“ - das Trio unterhält zwei Stunden lang prächtig mit der Musik von Duke Ellington.

Der Name dieses weltberühmten Komponisten hatte als Zugpferd viele der Zuhörer in die Kellerbar gelockt. Kein Wunder, dass sich doch so einige nach dem umjubelten Auftritt die neue, sehr hörenswerte CD des Trios, „Duke’s Place“, mit nach Hause nahm.

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