Gelsenkirchen

Wie geht es dem Eisbärbaby in Gelsenkirchen? Fünf Fragen an die Zoom Erlebniswelt

Jeder im Pott kennt die Zoom Erlebniswelt, aber weißt du auch, wie viele Tiere dort leben? Wie viele Bratwürste die Besucher essen? Oder wie viele Angestellte es dort gibt? Hier bekommst du spannende Zahlen des Zoos.

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  • In der Zoom Erlebniswelt hat Eisbärin Lara am 4. Dezember ein Junges zur Welt gebracht
  • Das Tierchen hat sein Geburtsgewicht von rund 400 Gramm mittlerweile auf etwa zwei Kilogramm verfünffacht
  • Fünf Fragen zum Thema an Sabine Haas von der Zoom Erlebniswelt

Gelsenkirchen. Wie die Zoom Erlebniswelt aktuell mitteilt, wächst das bisher namenlose Eisbärbaby prächtig. Am 4. Dezember kam es zur Welt und hat sein Geburtsgewicht von rund 400 Gramm mittlerweile auf etwa zwei Kilogramm verfünffacht.

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Im Zoo ist man vorsichtig optimistisch, dass das Tierchen durchkommt, allerdings ist es längst nicht außer Gefahr. Aber warum ist die Anfangszeit seines Lebens so gefährlich für das Eisbär-Junge? Und was frisst der Nachwuchs, wenn er selbst fressen kann? Fünf Fragen an Sabine Haas von der Zoom Erlebniswelt.

Frau Haas, können Sie uns sagen, warum das Überleben für Eisbärjunge oft schwierig ist? Erst kürzlich ist ein Eisbärbaby in Berlin gestorben.

Haas: „Bei Jungtieren ist das Immunsystem noch nicht voll entwickelt. Wichtig ist dann vor allen Dingen, (wie beim Menschen) dass sie die Erstmilch von der Mutter bekommen. Das boostet das Immunsystem. Doch sie sind trotzdem sehr anfällig. Beispielsweise, wenn die Zähne durchbrechen. Dann kann es durch die offenen Wunden sehr leicht zu Infektionen kommen.“

Und warum ist der Eisbärvater bei der Geburt nicht anwesend? Gibt es Gründe dafür?

Haas: „Die gibt es in der Tat. Der Vater erkennt sein Jungtier nicht als sein eigenes, sondern sieht es nur als Nahrungsquelle in der kargen Zeit. Dazu kommt, dass die Mütter einfach für die Geburt viel Ruhe brauchen.“

Gibt es schon mögliche Namen? Oder passiert das erst, sobald man das Geschlecht des Jungtiers weiß?

Haas: „Nein, die gibt es bisher noch nicht. Erst, wenn wir es das erste Mal in die Hand nehmen (bisher befindet sich das Jungtier noch bei der Mutter in der Wurfbox.) Voraussichtlich Ende Januar oder Februar.“

Was passiert mit dem Eisbärbaby, wenn es aus der Wurfbox raus darf? Bleibt es in der Zoom Erlebniswelt und wächst bei Vater und Mutter auf?

Haas: „Es wird gut zwei Jahre bei der Mutter bleiben. Dann gehen die Jungtiere ihre eigenen Wege. Dann muss man schauen, wie es weitergeht. Es gibt einen Zuchtkoordinator, der entscheidet, wo das Tier hinkommt. Das kann in ganz Europa sein, oder sogar noch weiter. Wir haben sogar mal Braunbären aus Buenos Aires bekommen.“

Zwischen Februar und März soll es das erste Mal feste Nahrung für das Tierchen geben. Was steht dann auf der Speisekarte?

Haas: „Es wird Rind und Fisch geben.“

 
 

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