Wie der Einzelhandel digitale Trends nutzen kann

NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin (im Bild) spricht am Mittwoch beim E-Commerce-Tag in Gelsenkirchen über die Auswirkungen des Online-Handels auf den örtlichen Einzelhandel.
NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin (im Bild) spricht am Mittwoch beim E-Commerce-Tag in Gelsenkirchen über die Auswirkungen des Online-Handels auf den örtlichen Einzelhandel.
Foto: Foto: Martin Möller / Funke Fot
Beim eCommerce-Tag NRW in Gelsenkirchen ging es um die Auswirkungen des Online-Handels auf den örtlichen Einzelhandel - und darum, wie sich beides vereinen lässt.

Gelsenkirchen. Es ist vielleicht die Gretchenfrage: Können der stationäre Einzelhandel in den Innenstädten und eCommerce, also der Online-Handel, eine gemeinsame Zukunft haben? Geht es nach den NRW-Ministern Garrelt Duin (SPD, Wirtschaft) und Michael Groschek (SPD, Bauen) ist dies möglich, wenn es über den Weg einer konstruktiven Kooperation geht.

Die Minister vertraten diesen Standpunkt beim eCommerce-Tag NRW, der am Mittwoch im Bürgerforum des Hans-Sachs-Hauses durchgeführt wurde. Während Duin dafür warb, dass die Digitalisierung Chancen für die Wirtschaft böte, auch für den Einzelhandel, wenn der sich entsprechend zweigleisig – fachkundige Beratung und ausgebautes Online-Angebot – aufstellen würde, rief Groschek in Erinnerung, dass „Innenstädte zwei wesentliche Merkmale benötigen, um zu funktionieren: Originalität und Persönlichkeit“. Es müssten Modelle gefunden werden für den inhabergeführten Einzelhandel, „denn der macht den Charme der Innenstädte aus“, meinte der Bauminister.

An dieser Stelle nahm Groschek die Einleitung von OB Frank Baranowski (SPD) auf. Der sagte zur Begrüßung der über hundert Teilnehmer: „Wir wollen in Gelsenkirchen vitale Zentren, wir wollen Kristallisationspunkte städtischen Lebens.“ Das Hans-Sachs-Haus etwa gehöre dazu: „Es ist tatsächlich ein wichtiges Element unserer städtischen Strategie, die Gelsenkirchener City zu stärken.“