Westfälische Hochschule Gelsenkirchen präsentiert sich Schülern

Gruppenbild mit Ministerinnen: Schülerinnen und Schüler des Max-Born-Kollegs aus Recklinghausen und des Freiherr-von-Stein-Berufskollegs Werne mit Schul- und Bildungsministerin Sylvia Löhrmann und Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (Bildmitte v.l.) .
Gruppenbild mit Ministerinnen: Schülerinnen und Schüler des Max-Born-Kollegs aus Recklinghausen und des Freiherr-von-Stein-Berufskollegs Werne mit Schul- und Bildungsministerin Sylvia Löhrmann und Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (Bildmitte v.l.) .
Foto: WAZ FotoPool
Die Arbeitsagentur NRW, das NRW-Bildungs- und das Wissenschaftsministerium haben die Orientierungswochen an der Westfälischen Hochschule initiiert. Hier sollen Schulabsolventen ein konkreteres Bild davon bekommen, welche Studienangebote es gibt, was für sie gut sein könnte und woran sie Spaß haben.

Gelsenkirchen. Die derzeitigen Wochen der Studienorientierung nahmen die NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD) und die Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) zum Anlass, die Orientierungsangebote der Westfälischen Hochschule (WH) in Gelsenkirchen kennenzulernen. Im Gespräch mit Abiturienten zweier Berufskollegs, die sich vor Ort über Studienangebote und Chancen informierten, kam die Sprache natürlich auch auf den erhöhten Studienplatzbedarf angesichts des Abitur-Doppeljahrgangs an Gymnasien.

Wissenschaftsministerin Svenja Schulze zeigte sich jedoch überzeugt, dass die neu geschaffenen Zusatzplätze reichen werden: „Das Hauptproblem ist eher fehlender Wohnraum für Studenten in den Großstädten.“ Und Sylvia Löhrmann verwies darauf, dass es in NRW im Gegensatz zu anderen Bundesländern auch noch Schüler von Gesamtschulen, Kollegs und einzelnen Gymnasien gibt, die ihren Abschluss nach 13 Jahren machen, die Zahl der zusätzlichen Studenten daher gar nicht so hoch sei.

Berufsschullehrer mit Fachhochschulreife

Im Rahmen der Studienorientierung lobten beide das aktive Werben der Westfälischen Hochschule für den neuen Studiengang, der es auch Schülern mit Fachhochschulreife ermöglicht, Berufsschullehrer zu werden. Durch eine Kooperation mit der Universität Wuppertal. Den Bachelor können die Studenten in Gelsenkirchen machen, für den Master dann nach Wuppertal wechseln. „Wir brauchen dringend Berufsschullehrer. Es ist also ein Beruf mit Zukunft“, versprach Schulze.

[kein Linktext vorhanden]„Unsere Absolventen kommen alle unter. Sie gehen weg wie geschnitten Brot,“ warb Professor Bernd Kriegesmann, Präsident der Westfälischen Hochschule, für sein Haus. Mit Augenzwinkern, aber durchaus ernst gemeint. Und den Studienplatzanwärtern empfahl er: „Bewerben Sie sich für das Fach, das sie interessiert. Egal, wo der NC liegt. Lassen Sie sich davon nicht abschrecken.“

1800 Studiengänge in NRW

Den Ministerinnen ging es beim Ortstermin mit Schülern allerdings vor allem auch darum, dass diese sich vor dem Studium ausführlich über die Angebote – 1800 Studiengänge derzeit in NRW – informieren. „Eine gute Studienorientierung ist die Basis für den späteren Studienerfolg. Dazu gehört ein guter Überblick insbesondere über neue Studienangebote und Berufsperspektiven“, so Svenja Schulze.

Wie konkret Forschung und Lehre an der WH sind, war bei Präsentationen im Labor für Recyclingtechnik zu sehen, wo Studenten demonstrierten, wie sie es schafften, Neodyme – Seltene Erden – zu recyclen. Und beim Besuch im Labor für Sanitäre Haustechnik, die eindrucksvoll erklärte, warum manche Toilette übel riecht, wie Legionellen sich verbreiten und was moderne Wasserspülungen schaffen sollten.

 
 

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