Weniger Förderschulen und Berufskollegs in Gelsenkirchen

Trotz starker Proteste von Schülern und Lehrern des Augusta-Berufskollegs: Die Schule läuft bis 2019 aus. Immerhin dürfen allenoch ihren Abschluss hier machen.
Trotz starker Proteste von Schülern und Lehrern des Augusta-Berufskollegs: Die Schule läuft bis 2019 aus. Immerhin dürfen allenoch ihren Abschluss hier machen.
Foto: WAZ
Jetzt wird es ernst. Der Bildungsausschuss empfahl dem Rat der Stadt, in der nächsten Woche der Zusammenlegung von Schulen zuzustimmen.

Gelsenkirchen.. In der Sache war man sich im Bildungsausschuss am Donnerstag eigentlich einig. Sowohl, was den Handlungsbedarf bei den Förderschulen Lernen und emotionale Entwicklung angeht, als auch bei den Berufskollegs. Beim Timing allerdings mochte die CDU sich nicht mit den Vorschlägen der Verwaltung anfreunden. Dennoch hat der Ausschuss letztlich dem Rat beide Vorlagen zur Zustimmung empfohlen.

Bei den Förderschulen heißt das: Die Schlossparkschule Horst wird zum August 2015 aufgelöst, ab dann mit der Malteserschule zusammengelegt. Das Gebäude an der Turfstraße wird bis Sommer 2016 als Teilstandort weiter genutzt. Die Uhlenbrockschule (gleiche Förderschwerpunkte) wird zum August 2015 aufgelöst und mit der Antoniusschule zusammengelegt. Das Gebäude der aufgelösten Schule soll bis zum Sommer 2017 als Teilstandort genutzt werden.

Die CDU hatte sich gewünscht, diese Befristung des Teilstandortes aus dem Beschluss herauszunehmen für den Fall, dass sich entgegen der Prognose mehr Kinder künftig dafür anmelden und die Mindestzahl doch 2016 doch noch erreicht wird. Dieser Antrag wurde jedoch nicht an den Rat weitergereicht, der am 26. März das letzte Wort hierzu hat.

Zeit bis zum August ist zu knapp, um länger zu diskutieren und warten

Ebenfalls in dieser Ratssitzung wird über die Schulentwicklungsplanung für die Berufskollegs entschieden (die WAZ berichtete). Dagegen wehrte sich die CDU-Fraktion im Ausschuss vehement. Allzu lange habe man auf die Vorlage der Verwaltung warten müssen, was auch die anderen Fraktionen stets angemahnt hatten. Schließlich war das Gutachten, auf dessen Basis der Vorschlag erarbeitet wurde, bereits im Juli 2013 vorgestellt worden. Nun solle man als ehrenamtlicher Politiker binnen Tagen die umfassende Vorlage prüfen – das sei nicht möglich. Die Zeitnot, die nun entstanden sei, habe nicht die Politik, sondern die Verwaltung zu verantworten.

Zuvor hatte ein Vertreter der Bezirksverwaltung erklärt, warum der Beschluss des Konzeptes, der die Auflösung des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung an der Augustastraße zum Sommer 2015 vorsieht, im März fallen muss. Weil nach einem Schließungsbeschluss Lehrkräfte verteilt werden müssten, qualifiziert und unter Beteiligung der Betroffenen. Dafür wäre die Zeit bei einem Beschluss erst im Mai zu knapp. Die derzeit an der Augustaschule Lernenden sollen jedoch auf jeden Fall bis zum Ende ihrer Ausbildungszeit dort bleiben können. Freigezogen werde das Gebäude erst 2019, betonte Bildungsdezernent Dr. Manfred Beck. Die Konzentration der Berufskollegs rette akut gefährdete Bildungsgänge in Gelsenkirchen, die wichtig für den Wirtschaftsstandort seien.

 
 

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