Weihbischof aus El Salvador besucht Amigonianer in Gelsenkirchen

Gespräche bei Currywurst: Weihbischof Rosa Chavez Amigonianer (3.v.l.), Bruder Anno und Besucher des Amigonianer-Treffs an der Aldenhofstraße.
Gespräche bei Currywurst: Weihbischof Rosa Chavez Amigonianer (3.v.l.), Bruder Anno und Besucher des Amigonianer-Treffs an der Aldenhofstraße.
Foto: Achim Pohl
Rosa Chavez lebt und wirkt in Lateinamerika. Auf Einladung von Adveniat in Deutschland ist der Weihbischof zurzeit hier, um über die Situation junger Menschen in El Salvador zu berichten.

Gelsenkirchen.. Neugierde und der Duft nach Currywurst lagen im Jugendtreff der Amigonianer an der Aldenhofstraße jüngst in der Luft. Mit lateinamerikanischer Verspätung traf er dann ein, „der hohe Besuch aus El Salvador“, wie Weihbischof Gregorio Rosa Chávez vom 17-jährigen Kai genannt wurde. Mehr als 30 Kinder und Jugendliche warteten gespannt. „Hierher“, lotste Leoni den Weihbischof und Hausherren Bruder Jens-Anno Müller auf die zwei freien Plätze neben sich.

„Bist du der einzige Herr Bischof in El Salvador“? fragte die 11-Jährige, nachdem sie Monseñor Rosa Chávez begrüßte. „Somos once – Wir sind elf“, antwortete der und lachte. Der Weihbischof von San Salvador war nicht der erste bischöfliche Gast im Treff – „unser Bischof Overbeck war auch schon da“, erinnerte Kai.

Leben ohne Strom und fließendes Wasser

Rosa Chávez lebt und wirkt im kleinsten Land Lateinamerikas. Auf Einladung von Adveniat in Deutschland ist der Weihbischof zurzeit hier, um im Rahmen der Jahresaktion „Ich will Zukunft!“ über die Situation junger Menschen und die Unterstützung durch das Lateinamerika-Hilfswerk zu berichten.

Der Gast berichtete den Jugendlichen, dass in seiner Heimat viele Menschen sehr arm seien. „Sie wohnen in Hütten aus Blech und Pappe, ohne Strom und ohne fließendes Wasser.“ Oft lebten ganze Familien in einem einzigen Raum zusammen, der je nach Tageszeit als Küche, Wohn- und Schlafzimmer diene. „Deshalb können die Kinder zu uns in die Pfarrei kommen, um in Ruhe und mit unserer Hilfe für die Schule zu lernen“, erklärte der Weihbischof. „Zum Hausaufgabenmachen komme ich auch hier in den Jugendtreff“, konterte Leoni.

Voller Respekt, Toleranz und Liebe

„Wenn ich höre, was der Weihbischof erzählt, macht mich das schon nachdenklich“, meinte ein Jugendlicher nach dem Gespräch. „Wir haben eine Xbox, relativ neue Klamotten und immer genug zu essen – das sollten wir mehr schätzen.“ Rosa Chávez zeigte sich begeistert von der Atmosphäre im Jugendtreff der Amigonianer. Das Holzhaus in der Aldenhofstraße stecke voller Respekt, Toleranz und Liebe.

Unter dem Motto „Ich will Zukunft!“ stellt das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat die Jugendförderung der katholischen Kirche in den Blickpunkt der Advents- und Weihnachtsaktion 2014. Die Weihnachtskollekten der Pfarrgemeinden am 24. und 25. Dezember ist für Adveniat und die Hilfe für die Menschen in Lateinamerika bestimmt.

 

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