Gelsenkirchen

Wegen neuer Terror-Methode - Mobile Straßensperren sollen Gelsenkirchener Karneval schützen

Die Rosenmontagsumzüge sollen in Gelsenkirchen durch Streu- und Müllfahrzeuge gesichert werden. (Archivaufnahme)
Die Rosenmontagsumzüge sollen in Gelsenkirchen durch Streu- und Müllfahrzeuge gesichert werden. (Archivaufnahme)
Foto: Thomas Schmidtke / FUNKE Fotoservices
  • Stadt Gelsenkirchen reagiert auf den Anschlag in Berlin
  • Zum Rosenmontagsumzug werden Straßensperren errichtet
  • Die Gelsendienste beteiligen sich mit Streu- und Müllfahrzeugen
  • Kinderkarneval noch in der Planung

Gelsenkirchen. Im letzten Jahr fiel der Rosenmontagsumzug in Gelsenkirchen aus. Grund dafür war das Sturmtief „Ruzica“. Niemand konnte für die Sicherheit der Karnevalisten garantieren.

Auch in diesem Jahr steht die Sicherheit der Karnevalisten zur Debatte. Das liegt allerdings nicht am Wetter sondern am Terroranschlag in Berlin.

Wegen des Lkw-Anschlags sehen sich die Städte gezwungen, ihre Sicherheitskonzepte zu überdenken

Die Antwort der Stadt Gelsenkirchen auf die neue Terror-Methode sind mobile Straßensperren. Schließlich sollen Rettungsfahrzeuge im Notfall jederzeit zum Umzug gelangen können.

So sollen alle Zufahrtswege zur Umzugsstrecke durch Fahrzeuge gesichert werden. Dafür stellen die Gelsendienste Streu- und Müllfahrzeuge zur Verfügung. Sie werden an den Enden der Crangerstraße und Zufahrt der Auguststraße platziert.

Höhere Kosten für den Veranstalter

Jedoch müsse der Veranstalter kleinere Zufahrten selbst übernehmen, so Gerd Schwenzfeier vom Festkomitee Gelsenkirchener Karneval. Dazu miete man extra 15 Mietwagen an:

„Das kostet uns nochmal 2500 Euro zusätzlich. Die verschärften Sicherheitsauflagen nach der Loveparade haben die Kosten bis heute schon um 20.000 Euro erhöht“, klagt Schenzfeier.

Trotzdem soll der Rosenmontagszug stattfinden und nicht das zweite Jahr hintereinander ausfallen

Ob der Kinderkarneval am 26. Februar stattfinden kann, steht derzeit noch nicht fest. Da es sich beim Kinderkarneval allerdings nicht um eine Großveranstaltung handelt, sieht Schwenzhofer keine großen Probleme.

Dennoch bittet er noch um Geduld bis Ende der Woche: „Dann sind alle Konzepte besprochen und abgesegnet."

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