Gelsenkirchen

Wasserwerfer, Böller und verletzte Polizisten: So lief die Kurden-Demo in Gelsenkirchen

Bei einer pro-kurdischen Kundgebung in Gelsenkirchen kam es zu Böllerwürfen und „emotionalen Spannungen“, wie die Polizei mitteilte. (Symbolbild)
Bei einer pro-kurdischen Kundgebung in Gelsenkirchen kam es zu Böllerwürfen und „emotionalen Spannungen“, wie die Polizei mitteilte. (Symbolbild)
Foto: Marius Becker / dpa

Gelsenkirchen.  Eine Kundgebung pro-kurdischer Demonstranten und Gegendemonstranten hat es am Montag in Gelsenkirchen gegeben. Die Demonstration war von den Organisatoren der Montagsdemonstrationen am vergangenen Freitag angemeldet worden.

Anlass für diese Veranstaltung war der aktuelle militärische Konflikt an der türkisch-syrischen Grenze. Laut eigener Aussage habe die Polizei, die mit mehreren Wasserwerfern vor Ort war, ihr Ziel erreicht, eine sichere Veranstaltung und das Grundrecht auf Versammlungs- und Meinungsfreiheit aller Teilnehmer zu gewährleisten.

-------------------------------------

• Mehr Themen:

Eisbärbaby in der Zoom bekommt die ersten Zähne - Besucher müssen sich noch auf das Junge gedulden

Auf Parkplatz hinter Gelsenkirchener Hauptbahnhof: Kind (10) von Auto überrollt

Mann bedroht Rewe-Mitarbeiter wegen „religiöser Beleidigung“: Wodka-Logo soll wie „Allah“-Schriftzeichen aussehen

-------------------------------------

Dazu stand die Polizei Gelsenkirchen vor und während der Veranstaltung in engem Kontakt zur Versammlungsleitung. Der zuvor festgelegte Aufzugsweg über diverse Hauptverkehrswege wurde während der Veranstaltung allerdings gekürzt.

Starke Verkehrsbeeinträchtigungen im Innenstadtbereich blieben demnach aus. Etwa 600 Teilnehmer nahmen an der Demonstration teil. Zwischenzeitlich bildete sich eine Gruppe von insgesamt geschätzten 200 Gegendemonstranten, wie die Polizei mitteilte.

Böller von beiden Seiten

Trotz emotionaler Spannungen verlief die Veranstaltung laut Polizei insgesamt weitestgehend ruhig. Es kam zu vereinzelten, ungezielten Böllerwürfen von beiden Seiten. Dabei wurde ein Polizeibeamter leicht verletzt.

Zwei weitere Beamte erlitten bei Widerstandshandlungen leichte Verletzungen. Die Polizei leitete vier Strafverfahren ein. (jp)

 
 

EURE FAVORITEN

Warum sich die Polizei bei Fahndungen nicht direkt an die Öffentlichkeit wendet

Öffentlichkeitsfahndungen: Annika Koenig, Sprecherin der Polizei Essen, erklärt unter welchen Umständen die Polizei sich bei der Suche nach Tatverdächtigen oder Vermissten an die Bürger wendet.
Mi, 19.09.2018, 16.32 Uhr

Öffentlichkeitsfahndungen: Annika Koenig, Sprecherin der Polizei Essen, erklärt unter welchen Umständen die Polizei sich bei der Suche nach Tatverdächtigen oder Vermissten an die Bürger wendet.

Beschreibung anzeigen