Was die Notenhandschrift über den Komponisten verrät

GMD Rasmus Baumann dirigiert und bietet eine Werkeinführung.
GMD Rasmus Baumann dirigiert und bietet eine Werkeinführung.
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„Haydn im Dialog ... mit Beethoven und Baumann.“ Das fünfte und letzte Konzert dieser Reihe der Neuen Westfälischen Philharmonie (NPW) erklingt am kommenden Sonntag, 17. Mai, 18 Uhr, im Kleinen Haus des Musiktheater im Revier. Dazu bietet GMD Rasmus Baumann eine Werkeinführung.

Gelsenkirchen.. „Haydn im Dialog ... mit Beethoven und Baumann.“ Das fünfte und letzte Konzert dieser Reihe der Neuen Westfälischen Philharmonie (NPW) erklingt am kommenden Sonntag, 17. Mai, 18 Uhr, im Kleinen Haus des Musiktheater im Revier (MiR). Im Mittelpunkt steht die jeweils erste Sinfonie der beiden Klassik-Komponisten.

Der Titel des Sonntagskonzertes klingt leicht ironisch, ist aber bewusst so gewählt: GMD Rasmus Baumann bietet eine Werkeinführung der etwas anderen Art. Ohren und Augen sollen angesprochen, dem Publikum „mehr Freude am Zuhören“ (Baumann) vermittelt werden. „Ich werde Insider-Wissen vermitteln“, verrät der Dirigent schmunzelnd mit Hinweis auf die entlarvenden Notenhandschriften der Komponisten, die er dem Publikum zeigen wird. Beethoven, zum Beispiel, drückte beim Schreiben den Stift fest ins Papier. Vielleicht ein Zeichen für die Unberechenbarkeit in seiner Musik? Das Publikum darf gespannt sein.

Neue Sitzordnung für das Orchester

Der Aufbau der Sinfonie, die Kompositionsart des Sonatenhauptsatzes, die in der Mitte des 18. Jahrhunderts entsteht, werden betrachtet. Dazu gibt es Bilder von Architekturen, in denen diese Dreiteiligkeit Anwendung findet. Natürlich wird das Ganze mit entsprechenden Hörbeispielen be- und unterlegt. An beiden Sinfonien zeigt Baumann den Weg der Sinfonie auf, leitet daraus Allgemeingültigkeiten ab. Baumann verspricht: „Wer das Konzert besucht, wird später alle anderen Sinfonien anders wahrnehmen.“

Das Orchester wird eine veränderte Sitzordnung einnehmen, u.a. sind die Violinen rechts und links platziert. Da auch Sinfonieorchester sich ihren Platz in dieser anderen, digitalen Welt erobern müssen, können Zuhörer ihre Fragen und Meinungen auf Twitter und Facebook an das MiR schreiben. Auch darauf darf man gespannt sein. Karten: 0209 409 72 00.

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