Gelsenkirchen

Warum Luchs Findus aus der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen nicht ausgewildert werden kann

Alexander Keßel
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  • Das Abenteuer von Luchs Findus dauerte eine Woche
  • Nach seinem Ausbruch aus der ZOOM Erlebniswelt in Gelsenkirchen wurde er vergangenen Freitag eingefangen
  • Wir haben Findus besucht und den Zoo gefragt, warum er nicht in der freien Wildbahn leben darf

Gelsenkirchen. Davon wird Findus noch seinen Luchs-Enkeln unterm Weihnachtsbaum erzählen. „Damals, als ich auf der Eisschole Richtung Zaun paddelte und den Weg der Freiheit wählte.“ Der Heldenstatus unter den Vierbeinern ist ihm damit garantiert.

Doch er wird die Geschichte in einem Zoogehege erzählen müssen. Denn der ausgebüchste Luchs ist wieder eingefangen. In den sozialen Medien werden viele Reaktionen zu seiner Rückkehr geteilt.

Viele fragen sich, warum das scheue Tier nicht in der freien Wildbahn gelassen werden konnte

Sabine Haas, Pressesprecherin der ZOOM Erlebniswelt in Gelsenkirchen, weist darauf hin, dass im Revier viel zu viele Gefahren auf die Wildkatze lauern: „Es gibt einen dichten Straßenverkehr, Autobahn, Zugverkehr, sodass er hier eigentlich nicht überlebensfähig wäre.“

Grundsätzlich wäre eine Auswilderung in Deutschland möglich gewesen, zum Beispiel im Harz - jedoch zu einem früheren Zeitpunkt. Mit zweieinhalb Jahren sei Findus dafür zu alt. Die Biologin erklärt, dass eine Auswilderung nur Sinn ergibt, wenn die Tiere nicht älter sind als anderthalb bis zwei Jahre.

Jetzt ist Findus zurück in seinem Revier - und er darf es sich gut gehen lassen

„Am Wochenende gab's Kaninchen als Hauptgang. Dafür war gestern Fastentag, wie jeden Montag“, verrät Tierpfleger Florian Beutel. Zusammen mit Partnerin Karla ist Findus derzeit im Innengehege untergebracht. Weil noch immer Teile des Wassergrabens im Außenbereich leicht gefroren sind. Scheinbar haben die Tierpfleger aus dem Fehler gelernt.

Grund für eine Überarbeitung des Sicherheitskonzepts sieht Sabine Haas deshalb auch nicht: „Der Ausbruch des Luchses ist leider durch menschliches Versagen erfolgt. Die Luchse hätten bei den Temperaturen und dem leicht zugefrorenen Wassergraben nicht auf der Außenanlage sein dürfen.“

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