Vivawest erweitert Standort in Gelsenkirchen mit Neubau

Das Immobilienunternehmen Vivawest wird seine Zentrale im Nordsternpark Gelsenkirchen erweitern. Architekt Frederik Jaspert stellt für das Unternehmen vor Ort die Pläne für den Neubau an der Stelle der ehemaligen Kesselhausfassade der Zeche Nordstern vor. Hier ein ein Modellfoto.
Das Immobilienunternehmen Vivawest wird seine Zentrale im Nordsternpark Gelsenkirchen erweitern. Architekt Frederik Jaspert stellt für das Unternehmen vor Ort die Pläne für den Neubau an der Stelle der ehemaligen Kesselhausfassade der Zeche Nordstern vor. Hier ein ein Modellfoto.
Foto: WAZ
Das Immobilienunternehmen Vivawest investiert 20 Millionen Euro in die Erweiterung seines Firmensitzes im Nordsternpark. Die Architekten aus Köln ließen sich für das neue Verwaltungsgebäude vom Bergbau inspirieren. Das stufige Gebäude von etwa 110 Metern Länge soll an Gesteinsschichten erinnern.

Gelsenkirchen.. Ein klares Bekenntnis zum Standort Gelsenkirchen gab jetzt Vivawest ab – sehr zur Freude der Stadtverwaltung. Das Immobilienunternehmen wird an seinem Sitz im Nordsternpark ein ergänzendes Verwaltungsgebäude errichten. Dafür investiert das Branchenschwergewicht 20 Millionen Euro.

„Wir sind der Auffassung, dass Mitarbeiter des Unternehmens auch räumlich zusammenarbeiten sollten“, sagte Hans-Jürgen Schneider zu den Hintergründen; er ist Mitglied der Geschäftsführung. Schon jetzt sei das Hauptgebäude bis auf den letzten Millimeter ausgelastet. Weil Vivawest auch in Zukunft wachsen wolle, sei dieser Schritt die logische Konsequenz.

"Rauer Charme" wird aufgegriffen

Spatenstich für das neue Gebäude wird Anfang 2015 sein, ein Jahr später soll es in Betrieb gehen. An seinem zukünftigen Standort wird derzeit das ehemalige Kesselhaus niedergelegt, Arbeiter schweißen das noch verbliebene massive Stahlskelett entzwei.

Der Verwaltungskomplex greift, so Architekt Frederik Jaspert bei der Vorstellung, „den industriellen, rauen Charme“ der Umgebung auf, zugleich stellt es eine architektonische Reminiszenz an den Bergbau dar. Angelehnt an Gesteinsschichten umfasst es mehrere Ebenen – eine Sockel-, eine „Flöz“- und eine Arbeits- bzw. Büroebene.

Erhöhung von Gelsenkirchens Strahlkraft

Der stufenartige Trakt hat eine Länge von 110 bis 120 Meter und eine Höhe von 20,50 bzw. 24,50 Meter. Der Sockel mit Foyer und Wartezone nimmt Lager- und Technikflächen auf, das „Flöz“ stellt die Kommunikationsebene dar, viel Raum und Glas sorgen hier für Transparenz. Es beinhaltet unter anderem ein Café nebst (Freiluft-)Terrassen, einen Saal sowie Besprechungs- und Schulungsräume. Die Arbeitswelt darüber ist auf vier Geschossen organisiert, aufgeteilt in Einzel-, Doppel- und Teambüros (15, 20 und 30m2). Die Fläche des Neubaus umfasst 9850 m2 und bietet Raum für 270 Arbeitsplätze. Es ist aber kein Solitär – zwei Brücken binden Hauptgebäude und „Werkstatt“ ebenengleich an das „Flözgeschoss“ an.

Vivawest wird nach Fertigstellung des neuen Hauses die angemietete Waschkaue und Lohnhalle als Geschäftsräume leerziehen, die Mitarbeiter dort auf die Büros des Unternehmens verteilen. Damit ist der Nordsternpark alsbald Stammsitz von mehr als 1000 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen, den Immobilienriesen und andere ansässige Firmen zusammengerechnet. Was die Strahlkraft Gelsenkirchens als Standort erhöhen dürfte. Eine gute Nachricht.

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