Gelsenkirchen

Streit eskaliert: Erneut Massentumult in Gelsenkirchen – 30 Personen geraten aneinander

Foto: imago

Gelsenkirchen. Rund 30 Personen waren am Samstagmittag auf der Weberstraße in der Gelsenkirchener Altstadt aneinandergeraten. Als die Polizei eintraf, hätten mehrere von ihnen die Beamten „aggressiv angegangen“, wie die Polizei berichtet.

15-Jährige hatte jungen Mann (18) zuvor angezeigt

Hintergrund war offenbar ein Streit zwischen einer 15-Jährigen, ihrem 43 Jahre alten Stiefvater und einem 18-Jährigen. Das Mädchen hatte den 18-Jährigen einen Tag zuvor angezeigt.

Den Grund für die Anzeige konnte die Gelsenkirchener Polizei auf Anfrage nicht mitteilen: Es handle sich um ein laufendes Verfahren.

In der Altstadt kam es dann zu einer zunächst verbalen, dann auch körperlichen Auseinandersetzung zwischen dem 43-jährigen Stiefvater des Mädchens und dem 18-jährigen Mann.

18-Jähriger ruft zunächst Bruder zur Hilfe

Der 18-Jährige rief seinen 27-jährigen Bruder zur Hilfe. „Der 27-jährige Bruder mischte sich ein und wollte seinem Bruder im Streit zur Seite stehen“, so Polizeisprecherin Susanne Skok gegenüber DER WESTEN.

Innerhalb kurzer Zeit kamen weitere 20 bis 30 Personen aus der Familie der Brüder dazu.

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Als die Polizei eintraf, um die Situation zu entschärfen, gingen einzelne immer wieder auf die Beamten los. Platzverweisen seien die Randalierer nicht nachgekommmen, Befragungen seien massiv gestört worden.

Polizeihund musste eingesetzt werden

Als die Polizisten den 18-Jährigen zur Polizeiwache bringen wollten, sei es zu derart massiven Störungen gekommen, dass ein Polizeihund habe eingesetzt werden müssen.

Polizei nimmt vier Personen fest

Die Beamten nahmen schließlich zwei Hauptaggressoren in Gewahrsam und leiteten ein Strafverfahren wegen Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte ein.

Die beiden Personen wurden später wieder entlassen.

Männer gingen mit Waffen in Gelsenkirchen aufeinander los

Erst am Mittwoch war es in Gelsenkirchen zu einem ähnlichen Vorfall gekommen. In der Neustadt war ein Familienstreit eskaliert.

Rund 30 Personen gingen dort mit Fäusten, Stich- und Schlagwaffen aufeinander los. Auch hier musste die Polizei eingreifen, eine Person wurde in Gewahrsam genommen. (pen/mj)

 
 

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