THS und Evonik planen Campus auf Nordstern

THS-Geschäftsführer Karl-Heinz Petzinka (links) und Künstler Markus Lüpertz beobachten am Mittwoch die Installation des Herkules auf dem Zechenturm im Nordstrernpark. Foto: Martin Möller / WAZ FotoPool
THS-Geschäftsführer Karl-Heinz Petzinka (links) und Künstler Markus Lüpertz beobachten am Mittwoch die Installation des Herkules auf dem Zechenturm im Nordstrernpark. Foto: Martin Möller / WAZ FotoPool
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Gelsenkirchen/Essen. Demnächst ist der Nordsternpark Sitz zweier Riesen. Lüpertz’ Herkules ist schon da, ein neuer Wohnungsriese plant seinen Firmensitz vor Ort: THS und die Evonik Immobilien GmbH wollen nach ihrer Fusion einen Unternehmenscampus errichten.

Der Nordsternpark wird Sitz des drittgrößten deutschen Wohnungsunternehmens: THS-Geschäftsführer Karl-Heinz Petzinka gab am Mittwoch bei der Platzierung des Herkules auf die Spitze des Nordsternturms gegenüber der WAZ bekannt, dass der Horster Stammsitz des Gelsenkirchener Immobilienunternehmens im Zuge der Fusion mit der Essener Evonik Immobilien GmbH zentraler Firmensitz des neuen Wohnungsriesens werden soll. „Die Entscheidung ist gefallen“, so Petzinka.

130.000 Wohnungen, etwa 1000 Mitarbeiter

Die gute Nachricht für Gelsenkirchen wird bei der 90-Jahr-Feier der THS am Freitag, bei der auch der Herkules offiziell präsentiert wird, vor großem Publikum öffentlich gemacht. Schon seit der im Juni angekündigten Fusion der beiden im Ruhrgebiet und im Bergbau stark verankerten Unternehmen galt der THS-Sitz als möglicher gemeinsamer Firmenstandort, nicht zuletzt wegen der repräsentativen und preisgekrönten Büroarchitektur an dem alten Zechenstandort in Horst.

THS und Evonik bringen es als Milliarden-Unternehmen zusammen auf über 130.000 Wohnungen und beschäftigen an die 1000 Mitarbeiter. Schon im kommenden Jahr sollen die Führungsstäbe zusammenrücken, bis 2012, so Petzinka, soll die Fusion vollzogen sein. „Wir wollen auf Nordstern einen Campus für das Unternehmen schaffen“, so Petzinka.

Auch soll Nordstern zum Immobilien-Dienstleistungszentrum der Tochterunternehmen werden. Weitere Nordsterngebäude wie die Lohnhalle sollen dazu belegt werden, zudem plant Petzinka einen neuen Bürokomplex an der freistehenden Fassade des alten Kessel und Maschinenhauses. Noch nicht entschieden ist, wie das Fusionsunternehmen künftig heißen soll, als Möglichkeit fällt immer wieder der Name des künftigen Firmensitzes: Nordstern.

„Das wäre eine gute Entscheidung für Gelsenkirchen. Das tut der Stadt gut“, kommentierte Oberbürgermeister Frank Baranowski die Ankündigung Petzinkas. Die THS habe sich stets für den Standort engagiert.

 
 

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