Theater auf den Spuren des obdachlosen Elvis’

Was bleibt einem Menschen, wenn er alles im Leben verloren hat? Eine Straße, ein Schlafsack, eine Flasche Wein? Ist das wirklich alles? Dieser Frage nimmt sich ein neues, ambitioniertes Theaterstück an, das am Samstag, 2. Mai, um 20 Uhr Premiere im Kulturraum „die flora“ feiert.

Das Spiel mit dem Titel „Alles dreht sich – oder: Wo ist Elvis?“ stammt aus der Feder des Gelsenkirchener Künstlers Norbert Labatzki. Er schrieb das Werk seinem Künstlerkollegen, dem Gelsenkirchener Schauspieler Markus Kiefer, auf den Leib: „Seit zwei Wochen proben wir jeden Tag sehr intensiv.“ Labatzki verspricht: „Das Ergebnis lohnt sich.“ Regie führt mit Tatjana Sarazhynska eine professionelle Theaterregisseurin. Labatzki komponierte auch die Musik für dieses Singspiel: „Ich werde zudem selbstauf der Bühne Gitarre und Klarinette spielen.“ Dazu gesellt sich der Akkordeon-Spieler Peter Jung aus Rheine.

Elvis, diese Figur hat es wirklich einmal gegeben in Gelsenkirchens Straßen. „Irgendwann aber tauchte der Obdachlose nicht mehr auf“, erinnert sich Labatzki. So setzt sich das Stück fiktiv auf die Spuren von Elvis, fragt, was aus ihm geworden sein könnte.

Das Schauspiel für einen Solisten erzählt von einem Leben, in dem nur noch Erinnerungen bleiben an ein anderes Leben und jede Menge Träume. Elvis träumt oft vom Meer, von Orangenbäumen und Sonne. Alles dreht sich, und so lange das so ist, hat der Winter keine Macht über Elvis. Aber plötzlich passiert doch noch etwas anderes, was dieses Karussell zum Stehen bringt.

Elvis ist auch eine Geschichte über Einsamkeit. Der obdachlose Philosoph erzählt aus seinem Leben. Der in seinem Tagebuch festgehaltene Weg bis zur Straße ist im Grunde genommen nur ein Gespräch mit einem geliebten Menschen, der längst fort ist. Das Drama, in dem es, so der Autor, auch viel zu lachen gibt, ist ein sehr musikalisches Stück. Es präsentiert Songs aus der Labatzki- CD „Alles dreht sich“ und Titel aus der neuen Holzbein-CD. Unterstützt wird das Projekt vom Kulturreferat und der „flora“.

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