Sternsinger in Gelsenkirchen sammeln für Kinder in Kambodscha

Sternsinger sind wieder in der Stadt unterwegs. Von Tür zu Tür ziehen sie und sammeln Spenden, um Kindern in armen Ländern helfen zu können. Foto: Martin Möller / WAZ FotoPool
Sternsinger sind wieder in der Stadt unterwegs. Von Tür zu Tür ziehen sie und sammeln Spenden, um Kindern in armen Ländern helfen zu können. Foto: Martin Möller / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool

Gelsenkirchen. In bunten Gewändern und mit Kronen auf dem Kopf sind sie ab Montag wieder unterwegs: die Sternsinger. Als Heilige Drei Könige verkleidet ziehen Kinder durch die Gemeinden und sammeln Spenden für behinderte Kinder in Kambodscha.

„Kmäng kmäng bong-hein kom lahng.“ Das ist Khmer, die Landessprache Kambodschas und bedeutet auf deutsch: „Kinder zeigen Stärke.“ Dies ist das Motto der 53. Aktion Dreikönigssingen. In diesem Jahr steht Kambodscha als Beispielland im Mittelpunkt der Aktion. In dem armen, von Krieg und Diktatur gezeichneten Land werden immer wieder Kinder von übrig gebliebenen Landminen schwer verletzt. Die diesjährige Aktion unterstützt deshalb Projekte, die Kindern mit Behinderungen helfen.

In ganz Deutschland werden wieder viele Mädchen und Jungen verkleidet als Heilige drei Könige durch die Straßen ziehen. Natürlich dürfen Kaspar, Melchior und Balthasar auch in Gelsenkirchen nicht fehlen. Für viele Gemeinden ist das Sternsingen längst Tradition geworden - so auch in der Herz-Jesu Gemeinde in Hüllen.

Besuch bei rund 250 Familien pro Tag

Dort ziehen von Montag, 3. Januar, bis Mittwoch, 5. Januar, 20 Kinder jeweils ab 15 Uhr von Tür zu Tür. „Wir haben da unsere Stammgruppe an Gemeindemitgliedern, die die Kinder dann immer besuchen“, sagt Diakon Michael Scholz. Jeden Tag besuchen die Kinder rund 200- 250 Familien. „800 von 2000 katholischen Haushalten ist schon eine gute Quote“, sagt Scholz. Durchaus stolz können sie auch auf ihre Einnahmen sein, die immer zwischen 3000 und 3500 Euro schwanken. Die Könige sind in diesem Jahr zwischen fünf und 15 Jahren alt.

Die Hüller sind zwar mit ihrer Aktion die ersten, aber noch lange nicht die letzten Sternsinger der Stadt. Die Liebfrauen-Gemeinde in Beckhausen, die St. Joseph-Gemeinde in Schalke und die St. Josef/ Thomas Morus-Gemeinde in Ückendorf bekommt zum Beispiel vom Donnerstag, 6., bis zum Samstag, 8. Januar, königlichen Besuch. Durch die Urbanus-Gemeinde in Buer ziehen die Kleinen dann vom Freitag, 7., bis zum Sonntag, 9. Januar. Ebenfalls am 9. Januar veranstaltet die Gemeinde Heilige Familie in Bulmke ihre Sternsinger-Aktion.

Auf ihrer Homepage verrät die St. Joseph-Gemeinde in Schalke, dass Oberbürgermeister Frank Baranowski am Freitag, 9. Januar, Sternsinger und Begleiter zu einem Zoom-Besuch einlädt.

 
 

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