Stadt will Bezirksgrenzen wieder einführen

Die Gemeinschaftsgrundschule Georgstraße in der Altstadt hat bei den Anmeldezahlen profitiert von der Aufhebung der Bezirksgrenzen - offenbar zu Lasten der Grundschule Wanner Straße. Bild: Martin Möller
Die Gemeinschaftsgrundschule Georgstraße in der Altstadt hat bei den Anmeldezahlen profitiert von der Aufhebung der Bezirksgrenzen - offenbar zu Lasten der Grundschule Wanner Straße. Bild: Martin Möller
Foto: WAZ

Gelsenkirchen.  Kommando zurück: Die Stadt möchte das Angebot der rot-grünen Landesregierung nutzen und die Bezirksgrenzen für Grundschulen wieder einführen.

Einen entsprechenden Vorschlag wolle die Verwaltung der Politik machen. Das kündigte Bildungsdezernent Manfred Beck auf Anfrage an.

Diese Maßnahme erfordere jedoch in Gelsenkirchen wegen der Einführung des Schulentwickungsplans für die Primarstufe rechtlich und organisatorisch einen längeren Vorlauf als in anderen Städten, so Beck. Deshalb würden die Grenzen erst beim Anmeldeverfahren 2011 gelten und de facto zum Schuljahr 2012/13 greifen, so der Bildungsdezernent.

„Die Bezirksgrenzen sind ein gutes Regulativ bei problematischen Entwicklungen“, sagt Beck. 2006 hatte die schwarz-gelbe Landesregierung die Grenzen abgeschafft, um Eltern eine freie (Grund-)Schulwahl zu ermöglichen. Aus Sicht der Schulverwaltung hat es daraufhin an drei Standorten (Buer, Hassel und Bulmke/Altstadt) Fehlentwicklungen gegeben. Beispiel Buer: An der Beckeradschule, einer Schule mit einem höheren Migrantenanteil, gingen die Anmeldezahlen zurück, während Pfefferacker- und Urbanusschule in Buer-Mitte einen größeren Zulauf verzeichneten. Die rückläufigen Zahlen an der Beckeradschule oder anderen betroffenen Einrichtungen hätten nichts mit der Qualität zu tun, betont Beck: „Das sind pädagogisch gute Schulen.“

 
 

EURE FAVORITEN