Stadt kontert CDU-Kritik an Info-Politik

Streitpunkt: In der Kinetik sehen einige Förderer einen Museumsschwerpunkt, der stärker herausgestellt werden sollte.
Streitpunkt: In der Kinetik sehen einige Förderer einen Museumsschwerpunkt, der stärker herausgestellt werden sollte.
Foto: WAZ FotoPool

Gelsenkirchen. Die Stadt weist Vorwürfe des Stadtverordneten Gerd Schulte scharf zurück und spricht „völlig unangebrachten“ Querschlägern. Der CDU-Politiker hatte die Verwaltung heftig angegriffen, sie sei hinsichtlich der Selbstauflösung des Kunstmuseum-Fördervereins ihrer Informationspflicht nicht nachgekommen.

Kulturdezernent Dr. Manfred Beck: „Herr Schulte sollte besser seine Energie dafür nutzen, das Kunstmuseum zu unterstützen, anstatt ohne Kenntnis des Sachverhalts über Presseerklärungen die Kulturverwaltung zu beschimpfen.“ Selbstverständlich sei es Pflicht der Verwaltung, die Gremien zeitnah über wichtige Ereignisse zu informieren.

Verwaltung durch Presse informiert

In diesem Fall liegt jedoch bis heute dem Vorstandsbereich Kultur keine Mitteilung des Vereins vor. Wie die Kulturpolitiker sei auch die Verwaltung durch die Presse informiert worden. Erst durch die WAZ-Anfrage am Tag nach der Sitzung des Kulturausschusses sei Beck über eine der Redaktion vorliegende Erklärung des Vorstandes des Fördervereins informiert worden.

Die Verwaltung will aktiv auf kulturell engagierte Menschen zugehen und die Gründung eines Nachfolgevereins unterstützen. Beck weiter: „Die spontane Mitteilung eines Großsponsors des Kunstmuseum-Fördervereins, seine Mittel weiterhin zur Verfügung zu stellen, bildet eine gute Basis für einen Neuanfang. Seit dem Kulturhauptstadtjahr sieht Beck die Arbeit des Museums, des Kunstvereins und der Kunstschule klar im Aufwind. Ein neuer Förderverein würde dieses Bild abrunden.

 
 

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