Gelsenkirchen

Zwei Monate nach Start der Offensive gegen illegal abgeladenen Müll: Wie erfolgreich ist das verschärfte Vorgehen der Stadt Gelsenkirchen?

Illegal abgeladener Müll in Gelsenkirchen.
Illegal abgeladener Müll in Gelsenkirchen.
Foto: Franziska Bombach

Gelsenkirchen. Vor mittlerweile zwei Monaten hat die Stadt Gelsenkirchen illegal entsorgtem Müll den Kampf angesagt. Dafür ist unter anderem der kommunale Ordnungsdienst personell aufgestockt und der Verwarnungsgeld-Katalog überarbeitet worden.

Das Abstellen von Müll neben Abfallbehältern oder Containern kann nun bis zu 500 Euro kosten.

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Doch wie läuft die Initiative? Auf Anfrage von DER WESTEN sagt Gelsenkirchens Stadtsprecher Martin Schulmann: „Wenn unsere Uniformierten rumlaufen, dann wirft natürlich keiner was weg. Es geht dabei auch um Präsenz und die zeigen wir mit der Aktion deutlich.“

Und weiter: „Natürlich erwischen wir auch den einen oder anderen, der sich nicht umgeguckt hat, bevor er seine Pommesschale ins Gebüsch geworfen hat. Der zahlt dann sein Knöllchen und guckt sich beim nächsten Mal vielleicht doppelt um oder macht es eben gar nicht mehr.“

Aktion soll Umdenken herbeiführen

Aber bei der Aktion, so erklärt Schulmann, solle auch ein Umdenken bei denen herbeigeführt werden, die beobachten, wie Müll illegal entsorgt wird. „Heutzutage ist es ja leider so, dass viele Menschen die Ansicht haben, dass sich schon jemand anders um die Dinge kümmern wird. Auch da wollen wir mit der Aktion ansetzen.“

Wie die Stadt mitteilt, seien bisher 63 Observationen durchgeführt worden. Die Überwachungen hätten demnach an insgesamt 20 Standorten an verschiedenen Wochentagen und in unterschiedlichen Zeiträumen stattgefunden. Teilweise seien gleich mehrere Vergehen beobachtet worden, die von den Mitarbeitern des Wachdienstes fotografiert worden seien.

32 Verfahren mit Bußgeldern zwischen 120 und 500 Euro

Bereits 32 Ordnungswidrigkeitenverfahren sind laut Stadt eingeleitet und Bußgeldbescheide verschickt worden. Die drohenden Bußgelder belaufen sich abhängig von Art und Menge des illegal entsorgten Abfalls auf Summen zwischen 120 und 500 Euro.

Die „Müllsünder“ seien ein Querschnitt der Bevölkerung, wie die Stadt erklärt – von einzelnen Personen bis zu kleinen Gewerbebetrieben sei alles dabei gewesen.

Von den Bürgern gebe es dabei durchweg positives Feedback, erklärt Schulmann. Tenor sei demnach, „dass die Leute sich freuen, dass durchgegriffen wird.“

 
 

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