St. Augustinus-Verwaltungsrat bezeichnet SPD-Forderung als anmaßend

Das Kinder- und Jugendheim St. Josef der St. Augustinus GmbH Gelsenkirchen.
Das Kinder- und Jugendheim St. Josef der St. Augustinus GmbH Gelsenkirchen.
Foto: Funke Foto Services
Mit der Forderung, Peter Weingarten müsse zurücktreten, mische sich die SPD-Fraktion „unzuständig und ungehörig“ ein.

Gelsenkirchen. Zur Forderung der SPD, der Geschäftsführer der St. Augustinus Heime GmbH, Peter Weingarten, müsse zurücktreten, meldete sich am Donnerstag der Verwaltungsrat der St. Augustinus GmbH mit deutlichen Worten. Die SPD-Fraktion mische sich mit ihrer Rücktrittsforderung „unzuständig und ungehörig“ in die Geschäfte des größten gemeinnützigen Unternehmens in Gelsenkirchen ein.

Weiter heißt es: „Unzuständig ist die Stadt Gelsenkirchen – und erst recht einzelne Fraktionen ihres Rates – für die Aufsicht über Heime der Jugendfürsorge und alles, was damit zusammenhängt.“ Zuständig sei das Landesjugendamt. „Ungehörig ist die Aktion der SPD-Fraktion wegen ihrer anmaßenden Forderung an unsere Aufsichtsgremien. Ungehörig ist sie auch, weil sie den mit ihrer Unterstützung geschaffenen Untersuchungsausschuss nun rücksichtslos desavouiert.“

Stets um politische Neutralität bemüht

Gleichwohl, so der Verwaltungsrat, „gebührt der SPD-Fraktion Dank für ihre Aktion: Sie macht damit den Etikettenschwindel mit dem Untersuchungsausschuss für jedermann offenkundig. Der soll offenbar den Oberbürgermeister schützen, den vorgesetzten Dienstherrn der nun als ungetreu und unehrlich da stehenden Führung seines Jugendamtes.“ Der Ausschuss sei von Anfang an als Instrument für Angriffe auf das konfessionelle Unternehmen St. Augustinus benutzt worden.

„Als wir noch annahmen, dass die Stadt Vorgänge um ihr Jugendamt und unsere Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung St. Josef aufklären wolle, haben wir vorbehaltlos an solcher Aufklärung mit gewirkt. Der Stadt haben wir jede erbetene Information gegeben. Selbst haben wir von der Stadt unzureichende Information erhalten. Ob der Untersuchungsausschuss noch objektive Arbeit leisten kann, sei dahin gestellt.“ Als gemeinnütziges Unternehmen habe man sich stets um politische Neutralität bemüht. „Das werden wir ungeachtet politisch-taktisch begründeter Attacken weiter so halten.“ Weingarten genieße das uneingeschränkte Vertrauen des Verwaltungsrats und der Aufsichtsgremien der angeschlossenen Unternehmen.

 
 

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