SommerSound im Stadtgarten trotzt Herbstwetter

SommerSound mit Katrins Gitarre und Band.
SommerSound mit Katrins Gitarre und Band.
Foto: Robert Dyhringer
Viele Veranstaltungen fielen am Wochenende regelrecht ins Wasser – der SommerSound im Stadtgarten blieb von Regen weitgehend verschont.

Gelsenkirchen. SommerSound - ein Name der hält, was er verspricht: Die paar Tropfen, die am Sonntag vom Abendhimmel über dem Stadtgarten fielen, konnten den über 500 Besuchern der Auftaktveranstaltung nicht die Stimmung verderben.

Nach einem weitestgehend verregneten Wochenende trauten sich erstaunlich viele Musikfans vor den Pavillon nahe der Zeppelinallee. Mit Sonnenstrahlen und erstklassiger Musik von „The Paul McKenna Band“ und „Katrins Gitarre“ wurden die Mutigen belohnt.

Zugegeben, es war etwas schüchtern, wie die Sonne zum Auftritt von „Katrins Gitarre“ am Sonntagabend durch die Baumkronen blickte. Aber immerhin war sie da. Gleiches gilt für Katrin Hötzel, die nicht nur - wie der Name vermuten lässt - ihr Instrument vorbei schickte. „Schön, dass ihr eure Schirme unter dem Arm klemmen könnt“, zeigte sich die Sängerin, abseits der Bühne Psychotherapeutin, sichtlich erleichtert. Es wäre nicht das erste mal, dass derSommerSound ins Wasser fällt.

Stammgäste seit über 20 Jahren

Flankiert wurde die Bochumerin von Manuel Loos an den Percussions und Moritz Schuster an den Tasten. Ihre deutschen Texte erzählen von Liebe, von Reisen, vom Partyleben oder von Banalitäten wie einen Umzug. Genau das Richtige zum Wochenausklang und um die Gedanken schweifen lassen. Wie verabredet: Erst nach dem Auftritt wurde es von oben etwas Nass.

Der SommerSound im Stadtgarten lockt nicht nur mit Musik, sondern ist auch ein beliebter Treffpunkt. Bekannte kommen in Gruppen zusammen, plaudern bei einem Glas Wein über Musik, über das miese Wetter oder ihre Urlaubspläne. An den Tischen und Bänken machen es sich die Stammgäste der über 20 Jahre alten Veranstaltungsreihe mit mitgebrachtem Picknick bequem. Spaziergänger bleiben stehen, lauschen für eine Weile der Musik. Am Sonntag war der Andrang so groß, dass die Veranstalter sogar zusätzliche Stühle aufstellen mussten.

Höhepunkt des Abends sollte der Auftritt der Paul McKenna Band werden. „Die zur Zeit innovativste und schmissigste Folkband“, verteilte Guntmar Feuerstein von der Initiative „Ruhrfolk“, die den SommerSound im Auftrag des städtischen Referats Kultur organisiert, Vorschusslorbeeren. Die fünf Musiker aus Glasgow machten ihrem Ruf, zur internationalen Folk-Elite zu gehören, alle Ehre.

Sonntag kommt „Schnaftl Uffschik“

Den regenerprobten Schotten gelang es die Tropfen wegzuspielen, mit eigenen Stücken (mal instrumental, mal mit Gesang von Paul McKenna) oder Liedern von befreundeten Komponisten. Die traditionellen Songs animierten die Besucher vor der Bühne zum Mitklatschen und Mitsingen. Dass die PMcK-Band ausschließlich akustisch (u.a. mit Gitarre, Fiddle, Flöte, Bouzouki, Bodhran) spielen, passte gut in die Parkatmosphäre. 2009 war die Band bereits an gleicher Stelle zu Gast und erlebt seitdem einen steilen Aufstieg. Guntmar Feuerstein: „Wir wollten sie unbedingt noch einmal abgreifen, wenn sie in der Nähe sind.“

Schon am kommenden Sonntag steht die nächste Episode der SommerSound-Reihe an. Um 19.30 Uhr tritt der British-Folk-Sänger Neil Grant auf, um 20.45 Uhr übernimmt die Band „Schnaftl Ufftschik“ den Staffelstab. Der Biergarten öffnet wie bei allen Konzerten um 18 Uhr.

 
 

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