Gelsenkirchen

„So kann es nicht weitergehen“ - Glühweinverkäufer auf dem Gelsenkirchener Weihnachtsmarkt schlagen Alarm

Tagsüber ist nichts los und abends müssen die Glühweinstände auf dem Gelsenkirchener Weihnachtsmarkt früh schließen.
Tagsüber ist nichts los und abends müssen die Glühweinstände auf dem Gelsenkirchener Weihnachtsmarkt früh schließen.
Foto: Alexander Keßel
  • Alle Stände auf dem Gelsenkirchener Weihnachtsmarkt müssen um 20 Uhr schließen
  • Eine Sonderregelung für Glühweinbuden gibt es nicht mehr
  • Vor allem am Wochenende gibt es große Umsatzeinbußen

Gelsenkirchen. Es ist eine Katastrophe für die Glühweinbuden-Betreiber in Gelsenkirchen: Dieses Jahr müssen alle Buden bereits um 20 Uhr dicht machen. Dabei geht das Glühwein-Geschäft erst abends richtig los.

Im letzten Jahr durften die Stände bis 21 Uhr offen halten. Viele Kunsthandwerk-Stände hatten das Angebot nicht genutzt und früher geschlossen. Für sie hat sich das Geschäft zu später Stunde nicht ausgezahlt.

Die späten Glühweinstunden

Dagegen zieht der Glühwein selbstverständlich erst ab den frühen Abendstunden. Oder trinkst du schon mittags deinen Glühwein?

Philipp Biermann, Betreiber der Krippenschenke am Neumarkt, ist deshalb ernüchtert: „Im letzten Jahr konnte ich bei Bedarf sogar bis 22 Uhr ausschenken. Das hatte ich mir vertraglich vom Stadtmarketing Gelsenkirchen zusichern lassen. Jetzt muss ich auch schließen, wenn die Hütte voll ist.“

Unzufriedenheit wächst

Zum Vergleich: Die Weihnachtsmärkte in den Innenstädten in Dortmund, Essen und Bochum haben am Wochenende bis 22 Uhr geöffnet - unter der Woche bis 21 Uhr. Insbesondere am Wochenende macht die Situation alle Betroffenen unzufrieden.

Besucher und Betreiber in Gelsenkirchen sind sich einig: Erst abends wird es richtig gesellig an den Ständen, wenn bei Dunkelheit die Lichter funkeln. Dann kommen auch gern die Einzelhändler oder andere Budenbetreiber auf einen Glühwein zusammen.

Keine Geselligkeit - kein Umsatz

Doch in diesem Jahr muss die Geselligkeit ausfallen - und damit auch der Umsatz.

Philipp Biermann warnt: „Wenn es für das nächste Jahr keine bessere Lösung gibt, muss ich überlegen, ob der Weihnachtsmarkt sich überhaupt noch lohnt.“

Auch Kunsthandwerk betroffen

Das gilt nicht nur für die Glühweinstände. Auch die Verkäufer von Kunsthandwerk sind sich einig, dass der gesamte Markt in diesem Jahr besonders schlecht läuft.

Gisela Trapp ist von der Verteilung des Kunsthandwerks an das Ende des Weihnachtsmarkts hinten am Neumarkt nicht begeistert: „Kaum jemand verirrt sich hier hin. Die Stände sind zu weit auseinander. Es müsste viel dichter sein, damit weihnachtliche Stimmung aufkommt.“

Kein Zweifel: Es besteht Redebedarf zwischen den Buden-Betreibern und dem Stadtmarketing Gelsenkirchen.

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