„Seine Literatur macht Grass unsterblich.“

Am Montag ist der Literaturnobelpreisträger Günter Grass im Alter von 87 gestorben. Für Sabine Piechaczek, Inhaberin der Gelsenkirchener Buchhandlung Junius, lebt er in seinen Werken weiter.

1 Was haben Sie gedacht, als Sie von Günter Grass’ Tod gehört haben?

„Einer der großen Dichterfürsten, die es so nun nicht mehr gibt, ist gegangen. Aber er ist schließlich sehr alt geworden und durch seine literarischen Werke ist er unsterblich. Grass hat mich mein ganzes Leben begleitet, früher durfte er in keinem guten Bürgerhaushalt fehlen und in der Schule habe ich ,Katz und Maus’ gelesen.“

2 Was zeichnet Grass’ Werke für Sie aus?

„Seine scharfe Beobachtung der Menschen hat mich immer fasziniert. Seine Illustrationen gleichermaßen. Ich mag auch seine Gedichte sehr. An seinen Texten kann man so viel aus der deutschen Literatur und Geschichte festmachen. Günter Grass war ein Universalgenie. Als Person war er aber sicher schwierig und hat sehr polarisiert.“

3 Ist die Nachfrage nach Grass seit Bekanntgabe seines Todes gestiegen?

„Als Mittags die Nachricht über seinen Tod bekannt wurde, konnten wir im Buchhändler-Programm beobachten, wie seine Werke innerhalb von fünf Minuten vergriffen waren. Momentan ist nichts lieferbar, es muss erst einmal nachgedruckt werden, das dauert bis zu zwei Wochen. Ich würde mir wünschen, dass Grass nun wiederentdeckt und in den Schulen gelesen wird. Das wäre gebührend.“

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