Schule in Resse zeigt Flagge gegen Rechts

Inge Ansahl
Das Weiterbildungskolleg und Abendgymnasium Emscher-Lippe erhielt Freitag die offizielle Urkunde, die die Einrichtung als  Schule ohne Rassismus / Schule mit Courage auszeichnet.
Das Weiterbildungskolleg und Abendgymnasium Emscher-Lippe erhielt Freitag die offizielle Urkunde, die die Einrichtung als Schule ohne Rassismus / Schule mit Courage auszeichnet.
Foto: WAZ FotoPool
Die Schüler-Vertretung (SV) hat die Initiative ergriffen: Das das Emscher-Lippe-Weiterbildungskolleg und -Abendgymansium in Resse gehört seit Freitag offiziell zum Netzwerk der Schulen gegen Rassismus und mit Courage.

Gelsenkirchen. „Jeder Einzelne, der diese Verpflichtungserklärung unterschrieben hat, kann stolz darauf sein.“ Das Lob spendete Dr. Susanne Franke Studierenden und Lehrern am Weiterbildungskolleg Emscher-Lippe in Resse.

Der jetzt als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ geadelten Einrichtung. Die Vorsitzende der Schalker Fan-Initiative gegen Rassismus reihte sich gestern in die Riege der Gratulanten ein, die sich anlässlich der Urkundenübergabe durch Heiko Klare von der Mobilen Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie in der Aula der Schule drängten.

Respektvoller Umgang miteinander

Dabei stand und steht Flagge zeigen Rechts und rechte Gewalt bei der Schüler-Vertretung (SV) nicht allein auf der Agenda. SV-Sprecherin Nicole Geifes: „Wichtig ist für uns der respektvolle Umgang miteinander. Dazu gehört, die Würde der Mitmenschen zu achten und sie mit all ihren Eigenarten zu respektieren. Jeder Einzelne soll sich mitverantwortlich fühlen für das Klima an unserem Kolleg.“ Die Schüler-Vertretung selbst hatte im Oktober 2010 mit dem Antrag an die Schulkonferenz gewandt, sich dem Netzwerk von Schulen ohne Rassismus und mit Courage anzuschließen. 251 gibt es in NRW bereits – und täglich werden es nach Worten von Heiko Klare mehr.

„Unsere Fans sind inzwischen sehr sensibel“

Nachdem die SV die erste Hürde genommen hatte – über 75 Prozent aller am Schulleben beteiligten Menschen haben eine Selbstverpflichtungserklärung für Gegenwart und Zukunft unterzeichnet – kam im April die Schalker Fan-Ini als Projektpartner der interkulturell aufgestellten Schule mit Studierenden aus über 20 Herkunftsländern mit ins Boot. Was die Zielsetzung angeht, hätte die Schule kaum einen geeigneteren Partner finden können.

Als neuen Mosaikstein im gesellschaftlichen Leben Gelsenkirchens, in dem demokratische Gruppen Flagge zeigen würden, begrüßte Stadtrat Dr. Manfred Beck die Schulinitiative. Er sei stolz auf die Breite, in der hier gegen Rechts gearbeitet würde. Und setzte nach: „pro NRW und Konsorten haben in diesem Land nichts zu suchen.“ Schalke-Ehrenpräsident Gerd Rehberg weiß, dass Einsatz Früchte trägt. „Unsere Fans sind inzwischen sehr sensibel“, sagte er.