Schüler sicher ans berufliche Ziel navigieren

Felix zur Nieden
Luidger Wolterhoff, Bernhard Lukas und Wiebke Kenkel (v.l.) wollen Schülern Berufsperspektiven aufzeigen. Foto: Thomas Schmidtke
Luidger Wolterhoff, Bernhard Lukas und Wiebke Kenkel (v.l.) wollen Schülern Berufsperspektiven aufzeigen. Foto: Thomas Schmidtke
Foto: WAZ FotoPool
66.000 Euro lassen sich Sparkasse, Arbeitsagentur und Rotary Club das Projekt Berufsnavigator kosten, das ab Mai an zwölf Gelsenkirchener Schulen insgesamt 1100 Schüler zu mehr Klarheit bei der Berufswahl führen soll.

Gelsenkirchen. Unübersichtlich ist der Arbeitsmarkt für den Nachwuchs, den er so dringend braucht schon lange. Zu vielfältig die Arbeitsbilder, so groß die Anzahl der möglichen Lehrberufe. Um den baldigen Schulabgängern die Suche nach dem Traumjob zu erleichtern, greifen Arbeitsagentur, Sparkasse und Rotary Club in die Taschen.

1100 Schüler von zwölf Gelsenkirchener Schulen werden ab Mai die Chance bekommen, den Berufsnavigator zu nutzen, um Stärken, Schwächen und Interessen auszuloten. Dafür kommen eigens Experten-Teams der Berufsnavigator GmbH aus Hamburg nach Gelsenkirchen, um einen ganzen Tag an jeder Schule zu verbringen.

„Der Test ist mehrstufig aufgebaut. Es gibt einen Computertest, die dazugehörige Auswertung erfolgt direkt vor Ort. Außerdem findet noch eine individuelle Beratung in Kleingruppen statt“, erklärt Wiebke Kenkel, Projektleiterin bei der Berufsnavigator GmbH. Am Ende bekommen die Schüler eine Liste von zehn Berufen präsentiert, die zu ihren Angaben passen, danach geht es in die Diskussion mit den Experten, um mehr über die Angebote zu erfahren.

60 Euro pro Schüler

„Wir sind von dem Projekt überzeugt, denn der Prozess der Berufswahl muss an Rationalität gewinnen. Die Schüler müssen ihre individuellen Stärken kennenlernen und eine selbstbestimmte Entscheidung treffen“, sagt Luidger Wolterhoff, Leiter der Gelsenkirchener Agentur für Arbeit.

60 Euro kostet das Projekt pro Schüler. Macht 66.000 Euro Gesamtvolumen für das Projekt. Getragen wird das zur Hälfte von Arbeitsagentur und Rotary Club, die andere Hälfte bezahlt die Sparkasse Gelsenkirchen. „Ich halte den Berufsnavigator für ein sehr sinnvolles Projekt, denn gerade die Schnittstelle zwischen Schule und Beruf stellt eine besondere Herausforderung da“, sagt Bernhard Lukas, Direktor der Sparkasse Gelsenkirchen.

Stefan Meissner, Berufsorientierungs-Lehrer am Gauß-Gymnasium, ist ebenfalls vom Berufsnavigator überzeigt. „Es hat einen ganz anderen Wert, wenn Experten von außerhalb an die Schule kommen. Ein tolles Angebot“, so Meissner.