Schalke 04 II-Anhänger reist mit Pyros, Sturmhauben und Joint zum Auswärtsspiel

Gleich mehrere Utensilien des 21-jährigen "Fans" wechselten bei der Kontrolle durch die Polizei am Gelsenkirchener Hauptbahnhof den Besitzer.
Gleich mehrere Utensilien des 21-jährigen "Fans" wechselten bei der Kontrolle durch die Polizei am Gelsenkirchener Hauptbahnhof den Besitzer.
Foto: Polizei
Vor der Regionalliga-Partie von FC Schalke 04 II beim KFC Uerdingen ist der Polizei am Hauptbahnhof Gelsenkirchen ein "Fan" untergekommen, der die Mannschaft mit mehr als nur lautstarkem Gesang unterstützen wollte. Bei einem 21-Jährigen fand man illegale Pyrotechnik, Sturmhauben und einen Joint .

Gelsenkirchen. Eine neunköpfige Gruppe von Fans der zweiten Mannschaft des FC Schalke 04 wollte am Samstagmorgen (01. Februar) mit dem Zug von Gelsenkirchen zum Fußballspiel des FC Schalke 04 II gegen KFC Uerdingen nach Wanne-Eickel reisen.

Aus der ohnehin schon auffällig agierenden Gruppe stach den Bundespolizisten am Gelsenkirchener Hauptbahnhof insbesondere ein 21-jähriger Mann aus Wesel ins Auge, der im Besitz einer braunen Plastiktasche war.

Bei einer Durchsuchung wurden verschiedene nicht zugelassene Sprengkörper und zwei Sturmhauben aufgefunden. Des Weiteren war der Mann im Besitz eines Joints. Die aufgefundenen Gegenstände wurden beschlagnahmt. Gegen den 21-Jährigen leitete die Bundespolizei Ermittlungsverfahren wegen Verstöße gegen das Sprengstoff- und Versammlungsgesetz ein. Auch der Besitz des Joints wird strafrechtliche Beachtung finden.

Weniger Polizeipräsenz bei U23-Spielen

Die Pyrotechnik wurde der Entschärfergruppe der Bundespolizei übergeben. Nach einer ersten Sichtung sprachen die Spezialisten deutlich von einer nicht unerheblichen Gesundheitsgefahr, die bei einer Detonation der Sprengkörper im öffentlichen Verkehrsraum bestanden hätte.

Es ist nicht auszuschließen, dass diese neue Gruppierung die Begegnungen der zweiten Mannschaft bewusst aufsucht, um Pyrotechnik zu benutzen, ohne der erhöhten Gefahr ausgesetzt zu sein, durch starke Polizeipräsenz erkannt zu werden.