Ruhr-Krimis von Margit Kruse sollen beim Gmeiner-Verlag in Serie gehen

Die Gelsenkirchener Autorin Margit Kruse schreibt erfolgreich Ruhr-Krimis. Nun gehen ihre Geschichten um Margareta Sommerfeld in Serie. Foto: Martin Möller.
Die Gelsenkirchener Autorin Margit Kruse schreibt erfolgreich Ruhr-Krimis. Nun gehen ihre Geschichten um Margareta Sommerfeld in Serie. Foto: Martin Möller.
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Autorin Margit Kruse aus Gelsenkirchen schreibt Ruhr-Krimis. In "Eisaugen" will Margareta Sommerfeld auf eigene Faust einen Mord im Erler Schievenviertel aufklären. Die Geschichten um die Miss Marple des Ruhrsgebiets sollen nun in Serie gehen.

Gelsenkirchen.. Margareta Sommerfeld, knapp 40, frischgebackener Single mit Wohnung im Erler Schievenviertel, ist ausgesprochener Fan der Tatort-Kommissarin Maria Furtwängler. Kein Wunder also, dass die patente Frau mit der „Kodderschnauze“, die kein Blatt vor den Mund nimmt, selbst Ermittlungen anstellt, als in der Nachbarschaft ein echter Mord geschieht. Dabei eckt sie nicht nur mit Kommissar Blauländer an, sondern zieht auch die Aufmerksamkeit des Täters auf sich…

Deutlicher Karrieresprung

Mit dem neuen Ruhr-Krimi „Eisaugen“ legt die Gelsenkirchener Autorin Margit Kruse einen deutlichen Karrieresprung hin: Nach mehreren Veröffentlichungen (u.a. Kurzgeschichten, die schwarze Komödie „Das Glück wartet zwischen den Toten“ oder „Im Schatten des Turms – Eine Jugend im Ruhrgebiet“) griff bei ihrem neuen Werk der im Krimi-Bereich renommierte Gmeiner-Verlag zu.

„Nur fünf Verlage habe ich angeschrieben, davon wollten drei das Buch haben“, freut sich Margit Kruse über den Erfolg. Die Figur der Margareta Sommerfeld trägt sie schon länger mit sich herum, „sie hat allerdings nichts von mir persönlich, ich wäre nicht so mutig“, gesteht die Autorin.

Dritter Band in Arbeit

Die Geschichten um Margareta sollen nun in Serie gehen: „Das zweite Buch ist fertig und liegt dem Verlag vor, ein dritter Band ist in Arbeit.“ Ideen hat Margit Kruse genug, um ihre Heldin, eine Art Ruhrgebiets-Miss Marple, der sich die Leichen quasi in den Weg werfen, zu beschäftigen: „Ich gehe jeden Tag mit meinem Hund über den Friedhof spazieren, da kriegt man die tollsten Geschichten mit.“

Für die tatkräftige Mithilfe dankt die Autorin Konrad Kordts von der Gelsenkirchener Polizei: „Er hatte immer ein offenes Ohr für mich und hat mir sehr bei der Recherche geholfen.“ Das Ergebnis hält auch vor kritischen Augen stand: „Die Figur ist herrlich schnodderig“, meint Sabine Piechaczek von der Buchhandlung Junius. „Margit Kruses Stärke ist die mit Humor angereicherte Milieu-Schilderung der kleinen Leute.“

 
 

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