Röttgens Hochburg Gelsenkirchen

Lars-Oliver Christoph
Norbert Röttgen (re.) hat den Mitgliederentscheid um den CDU-Vorsitz in NRW gegen Armin Laschet (li.) gewonnen – auch dank der Unterstützung aus Gelsenkirchen. Foto: Birgit Schweizer
Norbert Röttgen (re.) hat den Mitgliederentscheid um den CDU-Vorsitz in NRW gegen Armin Laschet (li.) gewonnen – auch dank der Unterstützung aus Gelsenkirchen. Foto: Birgit Schweizer
Foto: WAZ FotoPool

Gelsenkirchen.  Norbert Röttgen hat gewonnen – und auf die Gelsenkirchener CDU konnte er beim Mitgliederentscheid um den Landesvorsitz der Union besonders bauen.

Mit 58,95 Prozent aller Stimmen hatte der Bundesumweltminister hier deutlich die Nase vorn. „Das ist das beste Ergebnis für Norbert Röttgen im CDU-Bezirksverband Ruhrgebiet“, sagte CDU-Kreisvorsitzender Guido Tann am Sonntagabend nach Auszählung der Stimmen. Und auch bei der Beteiligung war die Gelsenkirchener Union im Ruhrgebiet spitze: In keinem anderen Kreisverband gingen (prozentual) mehr Mitglieder an die Urne.

In Zahlen: 59,5 Prozent aller Gelsenkirchener Christdemokraten (636 von insgesamt 1072) beteiligten sich an der Abstimmung. Auf Norbert Röttgen entfielen 372 Stimmen, für seinen Kontrahenten Armin Laschet entschieden sich 259 Christdemokraten; fünf Stimmen waren ungültig.

„Die hohe Beteiligung ist ein großartiger Erfolg für uns“, erklärte Guido Tann. Er freue sich persönlich, dass Norbert Röttgen in Gelsenkirchen vorne liege. Der Bundesumweltminister stehe „für eine Erneuerung der CDU in NRW“. Er gehe fest davon aus, so Guido Tann, dass Oliver Wittke nun Generalsekretär des Landes-CDU werde.

„Ein Bombenergebnis!“ So reagierte Oliver Wittke unmittelbar nach der Auszählung er Stimmen auf die Beteiligung in seiner Heimatstadt. Der CDU-Bezirksvorsitzende im Ruhrgebiet hatte sich in der Kreisgeschäftsstelle an der Munckelstraße aktiv an der Auszählung der Stimmen beteiligt. Anschließend machte sich Wittke auf den Weg zur Landesparteizentrale nach Düsseldorf, wo das Endergebnis verkündet wurde.

Noch mehr Zahlen: Von der Briefwahl hatten in Gelsenkirchen insgesamt 54 % aller CDU-Mitglieder Gebrauch gemacht. Im „Wahllokal“ der Union, sprich: der Kreisgeschäftsstelle gaben am Sonntag dann noch einmal 49 Christdemokraten ihre Stimme ab.