Ratsherr will Task Force für Flüchtlingshelfer gründen

Das Sommerfest für Flüchtlingskinder im Juni auf Hof Holz war ein voller Erfolg.
Das Sommerfest für Flüchtlingskinder im Juni auf Hof Holz war ein voller Erfolg.
Foto: Funke Foto Services
Die Hilfsbereitschaft der Gelsenkirchener bei Flüchtlingen ist groß. Ratsherr Jürgen Hansen möchte nun eine Task Force gründen, die Ehrenamtler unterstützt.

Gelsenkirchen. Das von ihm initiierte und von einer breiten Basis von Helfern aus allen Parteien und Gesellschaftsschichten getragene Flüchtlingsfest für Kinder auf dem Hof Holz im Juni war ein großer Erfolg. Nun möchte Jürgen Hansen eine weitere Hilfe auf den Weg bringen, die dauerhaft wirken soll. Er möchte eine Art Task Force bilden, die ehrenamtliche Hilfe kanalisieren und bündeln kann. Sein Ziel: Die Entlastung Einzelner und die Steigerung der Effektivität der Gesamtarbeit.

Einen entsprechenden Antrag hatte der Mann, der selbst einst aus der DDR in den Westen floh, und nun für die Piraten im Stadtrat sitzt, bereits in der letzten Sitzung des Rates stellen wollen. Doch dort war ihm empfohlen worden, ihn zunächst im Fachausschuss einzureichen. Dies hat er nun getan für die nächste Sitzung des Ausschusses für Arbeit und Soziales am 9. September.

Keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung, die auf Zuruf arbeitet

Die Idee sei ausdrücklich keine Konkurrenz oder Parallelorganisation zu den gut arbeitenden Wohlfahrtsverbänden aufzubauen, sondern vielmehr deren Arbeit zu ergänzen mit einem „Pool freiwilliger Helfer, auf die man zurückgreifen kann, wenn die Situation es erfordert.“

Dabei denkt er etwa an einen „Help-Store“, wie er in Witten seit 2104 betrieben wird. Dieser soll als Anlaufstelle für Helfer wie Hilfesuchende dienen sowie als Operationszentrale, in der unter anderem auch Flüchtlinge an PC via Skype Kontakt zur Familie in der Heimat aufnehmen können.

Patenschaften vermitteln

Zudem sollen über die Task Force möglichst auch Patenschaften zwischen Familien, die Asyl oder Bleiebrecht bekommen haben, und hier Ansässigen vermittelt werden, um den Einstieg zu erleichtern. Als Standort schwebt ihm der Blaue Würfel am Rakob-Platz, aufgrund seiner guten Erreichbarkeit und Einbindungsmöglichkeiten ins Freifunknetz.

Kern des Antrags ist neben der ideellen Unterstützung beim Aufbau der TaskForce durch die Stadt die Einrichtung einer halben Planstelle für die zu bildende Organisation.

 
 

EURE FAVORITEN