Quartiernetz Gelsenkirchen hat an Zugkraft gewonnen

Filme über Handys sollen Älteren die Nutzung erleichtern. Die Volkshochschule schult dafür Technikbegleiter.
Filme über Handys sollen Älteren die Nutzung erleichtern. Die Volkshochschule schult dafür Technikbegleiter.
Foto: WR
130 Bürger beim Netzwerktreffen im Gelsenkirchener Hans-Sachs-Haus. Volkshochschule schult Technikbegleiter.

Gelsenkirchen.. Das im Oktober 2014 gestartete Projekt „Quartiersnetz“ hat Fahrt aufgenommen. Sowohl in den vier Projektquartieren Schalke, Schaffrath/Rosenhügel, Hüllen und Buer-Ost als auch bei der Arbeit der stadtweiten Arbeitsgruppen kann es erste praktische Ansätze bei der Verbesserung der Lebensbedingungen vermelden. Das ist das Ergebnis nach dem jüngsten Treffen der Gruppen im Hans-Sachs-Haus.

130 Bürger jeden Alters, unter ihnen auch „Neulinge“, begrüßte Julius Leberl, Senioren- und Behindertenbeauftragter der Stadt und Geschäftsführer des Generationennetzes GE. In fünf Arbeitsgruppen ging es um Aufgabenstellungen wie die Entwicklung digitaler Quartiersplattformen zur Bereitstellung von Informationen und Serviceleistungen über das Internet, das Schaffen seniorengerechter Interaktions- und Kommunikationsmedien, die Qualifizierung ehrenamtlicher Technikbegleiter zur Unterstützung Älterer bei der Nutzung technischer Hilfsmittel, die Möglichkeiten zur Vergrößerung der Teilhabechancen und die Bündelung vorhandener kommerzieller Angebote zur leichteren Abrufbarkeit durch ältere Menschen.

Wie bezieht man schwer erreichbare Menschen ein?

Zwei Beispiele für bereits vorhandene Praxisnähe: Die Arbeitsgruppe Teilhaben und Beteiligen stellte die Frage, wie schwer erreichbare Menschen einbezogen werden können. Hierzu wurde zum Beispiel in Bezug auf die Gruppe der Pflegebedürftigen die Umsetzung einer Reihe konkreter Maßnahmen verabredet wie die stärkere Kooperation mit Pflegediensten, die Durchführung von Filmcafés in Pflegeheimen, die Einrichtung von Besuchsdiensten in Kliniken und die Verbreitung der bereits erprobten Erzählbänke.

Die Arbeitsgruppe „Technikbegleitung“ ist über das Stadium der Planung schon hinaus. Zusammen mit der VHS hat sie im März eine erste stadtweite Lernveranstaltung für Technikbegleiter durchgeführt. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse fließen in die nächste Einheit zum Thema „Seniorenhandy und Smartphone“ ein, die am 24. Mai stattfindet und der zweimonatlich weitere folgen werden. Die Lerneinheiten sollen auch als Filme im Internet abrufbar sein, damit sie allen Interessierten, vor allem auch weniger Mobilen, zugänglich sind.

 
 

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