Proben-Endspurt für das Pop-Piano-Projekt der Musikschule

Karin Reimer
Klavierlehrer Norbert Ewald (hinten 3.v.r.) mit seiner Pop-Piano-Klasse.
Klavierlehrer Norbert Ewald (hinten 3.v.r.) mit seiner Pop-Piano-Klasse.
Foto: WAZ
Am Samstag, 17. März, steigt bereits das fünfte Pop-Piano-Projekt-Konzert. Ein langes Wort, eine lange Geschichte mit viel Entwicklungspotential. Und die Aktiven nutzen es. Das Projekt hat sich spür- und hörbar gemausert.

Gelsenkirchen. Wer in den letzten Monaten samstags an der städtischen Musikschule vorbeigelaufen ist, hat es mitbekommen: seit Oktober wird fleißig geprobt für das Pop-Piano-Projekt der Musikschule. Eine Mischung aus Klavierklängen und Gesang schallt aus dem Gebäude. Jeden Samstag treffen sich die Musiker und proben etwa drei Stunden.

Am Samstag, 17. Mai, steigt – dieses Mal unter dem Motto „Best of“ – das fünfte Musikschulkonzert dieser Art: „Es wird einige Highlights aus den letzten Jahren geben, aber auch komplett neue Stücke“, verspricht der Musikpädagoge Norbert Ewald. Unter anderem wird es sogar ein orientalisches Stück geben.

Es sind auch einige Instrumente dazu gekommen: „2008 fingen wir mit zwei Pianos an, dann kam der Gesang hinzu und dieses Mal gibt es auch Stücke, bei denen das Schlagzeug oder die Querflöte eingesetzt werden“, erklärt der Musikpädagoge und Projektleiter. Das Piano soll aber weiterhin im Vordergrund bleiben. Wichtig sei, dass die Schüler sich selbst beim Singen am Klavier begleiten können.

Zwölf Musiker im Alter von 16 bis 28 Jahren

Neu ist auch der Veranstaltungsort. Statt im Musiktheater oder in der Kaue wird dieses Jahr im Hans-Sachs-Haus musiziert. Und statt drei sind heute zwölf Musiker im Alter von 16 bis 28 Jahren dabei. Wichtig ist dem Projektleiter, dass seine Schüler das Konzert mitorganisieren dürfen und auch einen Einblick in die Finanzierung erhalten.

Torben Beerboom war schon beim ersten Pop-Piano-Projekt dabei. „Es ist professioneller und variantenreicher geworden, es gibt mehrere Stile“, beschreibt der 28-Jährige seine Eindrücke. „Auch die Musiker haben sich weiterentwickelt. Es ist anders, mit anderen Leuten zu musizieren als wenn man alleine spielt.“ Eine gewisse Aufregung vor dem Auftritt sei zwar schon da, aber es sei eher eine „freudige Aufregung“, so der Pianist, der mit seinem eigenen Programm schon Auftritte hatte.

Die 18-jährige Mariella Ewald macht dieses Jahr zum ersten Mal bei dem Projekt mit – ihrem Vater und gleichzeitig dem Projektleiter zuliebe: „Er hat schon öfters gefragt, ob ich nicht mitmachen möchte, aber dieses Jahr hat er sich das zum Geburtstag gewünscht.“ Trotz der Aufregung kann man da natürlich nicht nein sagen.