Polizei Gelsenkirchen ermittelt nach Randale bei Revierderby acht Tatverdächtige

Hässliche Szenen auf Schalke: Randalierer im BVB-Block zündeten Pyrotechnik. Kapitän Roman Weidenfeller versuchte, zu beruhigen - vergeblich.
Hässliche Szenen auf Schalke: Randalierer im BVB-Block zündeten Pyrotechnik. Kapitän Roman Weidenfeller versuchte, zu beruhigen - vergeblich.
Foto: Martin Möller/WAZ FotoPool
Nach massiven Ausschreitungen beim letzten Revierderby zwischen FC Schalke 04 und Borussia Dortmund hat die Polizei acht Tatverdächtige ermittelt. Bildmaterial der Polizeibehörden beider Städte half bei der Identifizierung. Die Verdächtigen sollen dem Kreis Dortmunder Problemfans zuzuordnen sein.

Gelsenkirchen. Die Polizei meldet nach den massiven Ausschreitungen im Gästeblock der Veltins-Arena beim letzten Revierderby zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Dortmund den ersten wichtigen Ermittlungserfolg. Nach intensiver Auswertung des vorliegenden Bildmaterials durch Beamte der Polizeibehörden Gelsenkirchen und Dortmund konnten bis zum Dienstag acht Tatverdächtige zweifelsfrei identifiziert werden. Alle ermittelten Personen gehören der Altersgruppe von Anfang 20 bis Mitte 30 an und sind dem Kreis der Dortmunder Problemfans zuzuordnen.

Strafverfahren unter anderem wegen Körperverletzung

Ihnen drohe nun ein Strafverfahren wegen Landfriedensbruchs, versuchter gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung und Verstoßes gegen das Versammlungs-(Vermummungsverbot) sowie Sprengstoffgesetz, bestätigte Johannes Schäfers, Sprecher des Polizeipräsidiums Gelsenkirchen. Entsprechende Ermittlungsverfahren seien in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Essen bereits eingeleitet worden.

Die Polizei sucht auch weiterhin Zeugen oder Besucher des Derbys, die Angaben zu den Vorfällen machen können. Hinweise, die zur Identifizierung von weiteren Straftätern führen können, gehen an 0209/365-5121 oder -2160.