Pirat kündigt Antrag an: AFJH auflösen

Für anfängliche Verwirrung im Ausschuss zur Untersuchung von Fehlverhalten im Kontext der Gelsenkirchener Jugendhilfe (AFJH) sorgte zunächst Klaus Arnecke (AUF) – weil er dann doch an seinem Platz saß. Das aber nur, um ausführlich zu begründen, was am Dienstag bereits in der WAZ gestanden hatte. Dass er nämlich sein Mandat für diesen Ausschuss niederlegt. Was eine zu erwartende Diskussion nach sich zog. In Ermangelung von Gästen – die hatten, wie berichtet, angekündigt, nicht zu erscheinen – sorgte später Pirat Jürgen Hansen für die nächste Debatte. Er kündigte an, in der Sitzung des Rates am 7. Juli die Auflösung des AFJH zu beantragen, eines, wie er sagte „zahnlosen Papiertigers ohne Kompetenzen“. Während Burkhard Wüllscheidt (Grüne) und Sascha Kurth (CDU) ob dieser Vorgehensweise in Wallung gerieten, sprang Dr. Klaus Haertel (SPD) dem Einzelkämpfer Hansen zur Seite. Schon vorher hatte Haertel seinen Eindruck geschildert, dass man sich in diesem Gremium inzwischen „im Kreis drehe“. Nach nicht einmal ganz drei Stunden war man sich einig: Zur nächsten Sitzung am 1. Juli soll, wenn es machbar ist, der Entwurf des Abschlussberichts vorliegen. Die WAZ berichtet noch.

 
 

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