Pappeln müssen weichen

DerWesten

Wie Kraut und Rüben sehe es derzeit aus am Rosengarten des Stadtgartens, monierten Leser in dieser Woche - und erwähnten besorgt die großangelegte Baumfäll-Aktion, die dort in diesen Tagen für kahle Stellen sorgt.

Was genau da gerade passiert, erklärt Stefanie Genthe, die Sprecherin der Gelsendienste, wie folgt: „Im Bereich des Rosengartens werden gerade acht marode Pappeln gefällt. Die Bäume sind über 50 Jahre alt, und ihre Substanz ist so morsch, dass sie extrem bruchgefährdet sind und eine erhöhte Unfallgefahr von ihnen ausgeht. Da schon einiges an Ästen heruntergekommen ist, war die Fällaktion, die dort nun durchgeführt wird, eigentlich schon für den Winter vorgesehen - wegen der widrigen Wetterumstände in den Wintermonaten wird die Aktion allerdings erst jetzt durchgeführt.“

Normalerweise gilt laut Paragraf 39 des Bundesnaturschutzgesetzes von 2010 ein Fäll-Verbot zwischen dem 1. März und dem 30. September eines Jahres für Bäume, Sträucher und Hecken.

Behördlich angeordnete Maßnahmen können allerdings auch außerhalb dieser Zeit durchgeführt werden. „Bei den betreffenden Bäumen im Stadtgarten müssen wir die Verkehrssicherheit gewährleisten“, sagt Stefanie Genthe. Zu groß sei die Gefahr, dass eine der maroden Pappeln einen Unfall verursache oder jemanden verletze.

Damit die kahlen Stellen im Stadtpark nicht von Dauer sind, werde „der ganze Bereich in den kommenden zwei bis drei Jahren komplett überarbeitet“, so Genthe. Auch kurzfristig soll sich an der Stelle allerdings etwas tun: Bis Ostern werde der Bereich rund um die Fällaktion aufgeräumt. Dann ist Schluss mit Kraut und Rüben am Rosengarten...