OB und Dezernent weisen Vorwürfe der Musiker zurück

Die Politik weist Vorwürfe von Orchestermusikern zurück.
Die Politik weist Vorwürfe von Orchestermusikern zurück.
Foto: WAZ FotoPool

Gelsenkirchen. Oberbürgermeister Frank Baranowski und Kulturdezernent Dr. Beck weisen als Mitglieder des Trägervereinsvorstandes der Neuen Philharmonie Westfalen Kritik aus dem Orchester entschieden zurück.

Wie die WAZ gestern berichtete, hatten sich Orchestermusiker Anfang der Woche in einem Brief an den Vorstand für die Beteiligung bei der Wahl eines neuen Chefdirigenten stark gemacht.

"Entscheidungen der Politik"

In ihrer Stellungnahme betonen nun Baranowski und Beck: „Es ist Aufgabe des Vorstandes als Arbeitgeber, einen Vorschlag zur Nachfolge des derzeitigen Generalmusikdirektors zu machen. Dies als unfair zu charakterisieren ist geradezu absurd. Schon allein der unterschwellige Vorwurf, ein Gleichgewicht sei durch „Entscheidungen der Politik“ gestört worden, kann nicht unwidersprochen bleiben.“ Da die Politik die Finanzmittel für das Orchester zur Verfügung stelle, davon allein Gelsenkirchen als größter Geldgeber 4 Millionen Euro jährlich, würde auch die Politik über das Spitzenpersonal entscheiden. „Schließlich trägt die Politik ja auch die Verantwortung für die Zukunft des Orchesters und damit für jeden Arbeitsplatz.“

Der Vorstand habe entschieden, angesichts gesunkener Besucherzahlen diese Zukunftssicherung über eine konzeptionelle Weiterentwicklung zu betreiben, die eng mit der Person Rasmus Baumann verknüpft sei. Da er den Musikern bekannt sei und nach deren Aussage keine Ressentiments gegen ihn bestehen, mache ein Probedirigat keinen Sinn. Die Rechte der Musiker würden in vollem Umfang im Sinne des Tarifvertrags respektiert. Der Vorstand des Trägervereins habe diese Beteiligung als Selbstverständlichkeit zugesichert.

 
 

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