OB Baranowski für Abschiebung verurteilter Asylbewerber

Friedhelm Pothoff
Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski (SPD) formuliert eine klare Forderung.
Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski (SPD) formuliert eine klare Forderung.
Foto: Funke Foto Services
Die Vergewaltigung einer Gelsenkirchenerin an Heiligabend scheint aufgeklärt. OB Baranowski dankt der Polizei und bezieht eine klare Position.

Gelsenkirchen. Die Nachricht der Polizei erreichte die Öffentlichkeit am Freitagabend. Die Vergewaltigung einer 24-jährigen Gelsenkirchenerin am Heiligabend in Buer habe zur Festnahme eines dringend Tatverdächtigen geführt, hieß es. „Durch DNA-Spuren konnte ein 20-jähriger Marokkaner überführt werden“, teilte die Behörde mit. Der Mann sei in einer kommunalen Unterbringungseinrichtung für Flüchtlinge in Gelsenkirchen widerstandslos festgenommen worden. Am Sonntag bestätigte die Polizei, dass der Mann in Untersuchungshaft überführt worden sei.

Für Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski (SPD) war der Ermittlungserfolg ein Grund, Danke zu sagen und politisch Stellung zu beziehen. In Richtung Polizei meinte der OB: „Ihr ist es gelungen, in sehr kurzer Zeit zwei voneinander unabhängige abscheuliche Taten gegen Frauen in Buer aufzuklären. Ich danke ihr dafür.“ Für beide Taten würde gelten, dass „hier die ganze Härte und Konsequenz des Gesetzes gefragt ist, und dies schnell und unabdingbar“. Gewalt gegen Frauen, so Baranowski, sei stets und immer verachtungswürdig und kriminell.

In besonderem Maße menschenverachtend

Zu seinem Bedauern, so der OB weiter, habe sich in einem Fall gezeigt, dass der mutmaßliche Täter aus den Reihen der Asylbewerber stamme und erst seit kurzer Zeit in Gelsenkirchen lebe. Dies nahm der Oberbürgermeister zum Anlass, eine politische Forderung zu formulieren: „Wer sich nicht an unsere Gesetze und Regeln hält, bedarf unseres Schutzes nicht und muss auch die Konsequenzen tragen. In diesem Fall muss nach einer Verurteilung die Abschiebung folgen.“

Silvester-Übergriffe in KölnDas Verhalten sei nicht nur eine grobe Missachtung der Gastfreundschaft, sondern in besonderem Maße menschenverachtend. Dieser eine Täter habe allen Menschen, die in großer Not aus ihrem Land geflohen seien, Schaden zugefügt. „Trotz aller Empörung und Wut, die ich empfinde, dürfen jetzt aber nicht alle Flüchtlinge über einen Kamm geschoren werden“, sagte Baranowski und fügte an, dass die Verhaftung und das weitere Verfahren der Strafverfolgungsbehörden hoffentlich allen zeigen werden, „dass kriminelles Verhalten nicht geduldet und konsequent bestraft wird“!