Neuer Radführer "Mittleres Ruhrgebiet" weist den Weg durchs Revier

Jonas Erlenkämper
Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat den Radführer "Mittleres Ruhrgebiet" neu aufgelegt.
Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat den Radführer "Mittleres Ruhrgebiet" neu aufgelegt.
Foto: WAZ FotoPool
Radfreunde können sich freuen: Der Regionalverband Ruhr hat den Radführer "Mittleres Ruhrgebiet" neu aufgelegt. Zudem möchte der RVR die Fahrrad-Infrastruktur des Ruhrgebiets weiter stärken - mit einem "Radschnellweg".

Gelsenkirchen. Horst Schiereck ist ein Fan der Erzbahntrasse. Sie biete nicht nur einen „faszinierenden Blick“ auf das Ruhrgebiet, sondern zeige auch, welche „Ingenieurleistungen hier vor Jahrzehnten vollbracht wurden“. Für die Tour gibt’s jetzt ein neues Routenbuch.

Der Vorsitzende der Verbandsversammlung im Regionalverband Ruhr (RVR), der auch Herner Oberbürgermeister ist, pendelt oft auf dem Rad zwischen Gelsenkirchen, Bochum und Wanne-Eickel. Wenn Schiereck das nächste Mal mit der Familie oder einer Polit-Delegation auf Entdeckungsreise geht, kann er auf den neu aufgelegten Radführer „Mittleres Ruhrgebiet“ zurückgreifen, den der RVR jetzt auf der Erzbahntrasse in Ückendorf vorgestellt hat.

Investitionen von rund 20 Millionen Euro in Radwegenetz

Für 10 Euro gibt es neben einer detaillierten Karte und einem „GPS-Kartometer“ ein Begleitbüchlein, das bekannte und weniger bekannte Sehenswürdigkeiten beschreibt. Im Kapitel „Gelsenkirchen“ finden sich bündige Passagen u.a. über Emscherbruch und Ewaldsee, Rungenberg-Halde, Nordsternpark und die beiden Schlösser.

Die Stadt, heißt es, besinne sich „auf die Industriegeschichte“, biete aber auch „bemerkenswerte Architektur“ sowie „viele Freizeitangebote für die stille und aktive Erholung“. Der Radführer ist nicht nur in Buchhandlungen erhältlich, sondern auch in Holger Müllers Kiosk an der Erzbahntrasse – am Ende der Straße Hinter Behmers Hof.

Eine gute Fahrrad-Infrastruktur ist aus Sicht des RVR wichtig für die Entwicklung des Reviers. Rund 20 Mio. Euro investierte der Verband nach eigenen Angaben bislang in sein 1500 Kilometer umfassendes Radwegenetz. „In den letzten Jahren haben wir uns eher dem Freizeitverkehr gewidmet“, sagt Martin Tönnes vom RVR. „Jetzt wollen wir uns vermehrt um den Alltagsverkehr kümmern.“ Das aktuellste Projekt ist daher die Schaffung eines „Radschnellwegs“ quer durch das Revier.