Neuer Orchesterleiter an der Musikschule Gelsenkirchen

Christian van den Berg (l.) ist neuer Leiter des Orchesters der städtischen Musikschule Gelsenkirchen. Er tritt die Nachfolge von Christoph Haas an, der nach knapp dreißig Jahren Lehrtätigkeit in Gelsenkirchen in den Ruhestand geht.
Christian van den Berg (l.) ist neuer Leiter des Orchesters der städtischen Musikschule Gelsenkirchen. Er tritt die Nachfolge von Christoph Haas an, der nach knapp dreißig Jahren Lehrtätigkeit in Gelsenkirchen in den Ruhestand geht.
Foto: WAZ
Der Pianist und Dirigent Christian van den Berg ist neuer Leiter des Orchesters der städtischen Musikschule Gelsenkirchen. Er tritt die Nachfolge von Christoph Haas an, der nach knapp dreißig Jahren Lehrtätigkeit in Gelsenkirchen in den Ruhestand geht.

Gelsenkirchen. Die Übergabe des Dirigentenstabes fällt Christoph Haas nach 30 Jahren als Orchesterleiter an der städtischen Musikschule nicht leicht. Immerhin hat er sich in seiner Heimat, als solche bezeichnet er Gelsenkirchen nämlich, sehr wohl gefühlt. Doch nun geht er in den Ruhestand.

Christian van den Berg freut sich darauf, in seine Fußstapfen zu treten. Er wurde 1971 in Gronau geboren und übernimmt fortan den Fachbereich Koordination, Orchester und Musiktheorie.

Studium in Zwolle und Amsterdam

Van den Berg studierte zunächst Dirigieren an der Musikhochschule „Constantijn Huygens“ in Zwolle und anschließend Klavier in Amsterdam. Er war schon als Dirigent, Chor- und Orchesterleiter tätig, unter anderem am Stadttheater Bielefeld. Seit Mai hat es ihn nun nach Gelsenkirchen verschlagen. „Musikalisch sind Christoph und ich gar nicht so weit voneinander angesiedelt“, erklärt der Musiker. Das begrüßt auch Alfred Schulze-Aulenkamp, der Schulleiter der städtischen Musikschule: „Ich finde, wir als Musikschule können uns ziemlich glücklich schätzen, denn natürlich kommt es den Schülern zu Gute, dass beide musikalisch ähnlich aufgestellt sind. Ich freue mich aber auch darauf, eine andere Arbeitsweise kennen zu lernen und neue Impulse von Christian van den Berg zu erhalten.“

Melancholischer Rückblick auf die letzten 30 Berufsjahre

Christoph Haas, in der Schweiz geboren, blickt melancholisch auf seine letzten 30 Berufsjahre zurück: „Gelsenkirchen war für eine lange Zeit meine Heimat und ich habe mich hier sehr wohlgefühlt. Diese Herzlichkeit, die man erfährt, sobald man in einem Zug in Richtung Ruhrgebiet sitzt, die ist etwas ganz besonderes. Auch, dass sich die Stadt diese Musikschule leistet, ist einfach grandios.“ Für seinen ehemaligen Arbeitsplatz findet er nur wohlwollende Worte: „Vielen Dank an all die wunderbaren Schüler, die ich während meiner Zeit hier erleben durfte.“

Mit den Schülern wird Christian van den Berg nun weiterarbeiten. „Am meisten freue ich mich auf die Unbefangenheit und die Offenheit der jungen Menschen“, sagt er.

Der erste Auftritt des Orchesters unter seiner Leitung findet beim Sommerfest der Musikschule statt, dort sollen die Haffner-Symphonie von Mozart und ein Klavierkonzert von Joseph Haydn gespielt werden.

 
 

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