Neuer Finanzpartner für die abakus solar AG

Friedhelm Pothoff
Die Firma Abakus ist als international tätiges Unternehmen erfolgreich.
Die Firma Abakus ist als international tätiges Unternehmen erfolgreich.
Foto: WAZ FotoPool

Seit mehr als 16 Jahren behauptet sich die Gelsenkirchener abakus solar AG als international tätiges Systemhaus für Photovoltaik am weltweiten Markt. In das Ückendorfer Unternehmen investiert nun die französische Beteiligungsgesellschaft Crédit Agricole Private Equity (CAPE) im Rahmen einer Kapitalerhöhung mit rund 25 Prozent. Die Mittel stammen aus dem Fonds Capenergie 2, der zur Finanzierung von Projekten und Unternehmen aus dem Bereich erneuerbare Energien eingerichtet wurde.

„Wir freuen uns, in Crédit Agricole Private Equity einen Finanzpartner mit profunden Kenntnissen des Photovoltaiksektors gefunden zu haben“, sagt Thomas Sandner, Vorstandsvorsitzender der abakus solar AG. Die übrigen abakus-Gesellschafter, zu denen neben dem Management des Unternehmens auch der taiwanesische Konzern AU Optronics gehört, bleiben unverändert an Bord.

Wachsendes Auslands- und Projektgeschäft

Im Rahmen der Transaktion setzt CAPE auf eine Zweifachstrategie: In einem ersten Schritt stockt die Gesellschaft das Eigenkapital der abakus solar AG auf. „Mit der Einlage schaffen wir eine stabile Basis für weiteres internationales Wachstum“, rechnet abakus-Vorstand Walter Burscheid.

CAPE und abakus gründen außerdem die Investmentgesellschaft „abakus solar Power“, um künftig Kapital in Projekte des Photovoltaikexperten zu investieren. Damit erhalte das Unternehmen zusätzliche Schubkraft.

Auch der Standort Gelsenkirchen profitiert von dem geplanten Wachstum des Unternehmens. Aktuell beschäftigt abakus 95 Mitarbeiter, rund 75 davon in Deutschland. Etwa 50 Mitarbeiter sind am Hauptsitz des Unternehmens in Gelsenkirchen angesiedelt. „Seit 2007 hat sich die Mitarbeiterzahl hier verfünffacht, und wir planen weitere Einstellungen, um das wachsende Auslands- und Projektgeschäft abwickeln zu können“, sagt Walter Burscheid. Gesucht werden vor allem Ingenieure sowie Fachkräfte aus dem kaufmännischen Bereich und dem Logistiksektor.