Neue Hacker-Talente gesucht

Freuen sich über den 2. Platz (v.li.): Prof. Norbert Pohlmann, Thomas Mnich, Teambetreuer Nico Schmidt, Johanna Jupke und Michael Skiba vom ECSC Team Deutschland.
Freuen sich über den 2. Platz (v.li.): Prof. Norbert Pohlmann, Thomas Mnich, Teambetreuer Nico Schmidt, Johanna Jupke und Michael Skiba vom ECSC Team Deutschland.
Foto: WAZ FotoPool
Das Institut für Internetsicherheit an der Westfälischen Hochschule sucht neue Teilnehmer für die Cyber Security Challenge Germany. Junge Hacker zwischen 14 und 30 Jahren können dabei ihr Können unter Beweis stellen.

Gelsenkirchen.. Hacken für die digitale Sicherheit Deutschlands? Hört sich erst einmal abstrus an, doch genau das ist die Idee, die hinter den „Cyber Security Challenges“ steckt. „Wir wollen junge Talente frühzeitig entdecken und ihnen helfen, ihre Potenziale zu entwickeln“, erklärt Professor Norbert Pohlmann, Leiter des Instituts für Internetsicherheit an der Westfälischen Hochschule. Und damit meint er natürlich junge Menschen, die ihr Talent für die Sicherheit im Netz statt Cyberkriminalität nutzen wollen.

Deutschland ist Vize-Europameister

Nach der European Cyber Security Challenge (ECSC) in Wien, bei welcher das deutsche Team Vize-Europameister wurde, steht nun die Cyber Security Challenge Germany (CSCG) an: „Wie heißt es so schön? Nach dem Wettbewerb ist vor dem Wettbewerb“, schmunzelt Pohlmann. Deswegen werden neue Hacker-Talente gesucht, die Spaß daran haben, sich mit anderen zu messen - alleine und im Team.

Wer teilnehmen möchte, muss sich erst einmal beweisen: Vom 1. November bis 15. Januar stehen online kniffelige Hacker-Aufgaben bereit, die gelöst werden müssen. Die besten Teilnehmer werden zum Finale nach Berlin eingeladen, wo es noch einmal darum geht, sich seinen Weg an die Spitze zu hacken. „Es winken nicht nur attraktive Preise wie Notebooks, sondern vor allem auch die Möglichkeit, Kontakte in die Wirtschaft zu knüpfen“, erläutert Pohlmann.

Denn vor allem die deutschen Unternehmen haben ein großes Interesse, junge Talente in der IT-Sicherheitsbranche zu fördern, sind sie doch von der steigenden Cyberkriminalität besonders betroffen. „Wir suchen auch immer nach Sponsoren, die uns finanzielle und technische Unterstützung bieten“, betont Pohlmann.

Teilnehmer melden sich zu Wort

Johanna Jupke, einzige Frau im Team Deutschland bei der letzten ECSC, ermutigt junge Frauen: „Man sollte das machen, was einem Spaß macht und sich nicht durch Stereotypen abschrecken lassen. Ich wurde super vom Team aufgenommen und war kein Sonderling.“

Michael Skiba, ebenfalls Mitglied im Team Deutschland, zeigt sich begeistert von der Challenge: „Wenn es sich zeitlich neben meiner Bachelor-Prüfung einrichten lässt, werde ich versuchen, auch bei der nationalen Challenge mit dabei zu sein. Die ECSC war nämlich eine sehr interessante Veranstaltung, die Spaß gemacht hat.“

Teilnehmen können wieder Schüler und Studenten zwischen 14 und 30 Jahren, weitere Informationen zu dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Projekt und weiteren Cyber Security Challenges sind auf der Internetseite zu finden.

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