Neubau soll vorbildlich sein in Sachen Energie

Für rund sieben Millionen Euro errichtet die Volksbank Ruhr Mitte an ihrem Hauptsitz in Gelsenkirchen - Buer ein Erweiterungsgebäude. Dieses entsteht in der Lücke zwischen IHK und Volksbank.
Für rund sieben Millionen Euro errichtet die Volksbank Ruhr Mitte an ihrem Hauptsitz in Gelsenkirchen - Buer ein Erweiterungsgebäude. Dieses entsteht in der Lücke zwischen IHK und Volksbank.
Foto: WAZ FotoPool
Im Altbau passte nicht nur die Etagenhöhe nicht zum schmucken Hauptgebäude. Auch die Heiz- und Klimatechnik war dringendst renovierungsbedürftig. Stattdessen entschied man sich für einen kompletten Neubau – und der wächst derzeit. Langsam, aber beständig.

Gelsenkirchen. Nicht viele hohe Baukräne gibt es zurzeit in Buer. Einer aber ist dauerbeschäftigt: Der Kran am Hauptsitz der Volksbank Ruhr Mitte. Seit Mai dieses Jahres entsteht dort ein Neubau für sieben Millionen Euro – nach neuesten energetischen Anforderungen.

45 Mitarbeiter aus der Kredit- und der Versicherungsabteilung der Bank mussten aus dem Grunde für einige Zeit nach Gladbeck und Herten zwangsumgesiedelt werden. Zwischen dem bestehenden Bankgebäude und dem Haus der Industrie- und Handelskammer am Goldbergplatz klafft jetzt eine riesige Lücke. „Der Altbau aus dem Jahre 1926 war extrem sanierungsbedürftig und energetisch gesehen in katastrophalem Zustand, aus dem Grunde haben wir uns für Abriss und Neubau entschieden“, erklärt Vorstandssprecher Dr. Peter Bottermann.

Fertig Ende 2013

Bei dem neuen Gebäude werden nicht nur die Etagenhöhen an das bestehende Gebäude angepasst, auch in Sachen Energie gibt es einen Quantensprung. Denn die alte Klimaanlage läuft noch mit einer Kühlflüssigkeit, die ab 2014 nicht mehr eingesetzt werden darf. Das hieß für die Bank: Es musste in jedem Fall investiert werden.

Alleine in die Heiztechnik, die Stromversorgung und die Dämmung fließen jetzt hohe sechsstellige Summen, die allerdings bestens investiert sind. Dr. Bottermann: „Wir sparen durch die energetischen Maßnahmen 60.000 bis 70.000 Euro pro Jahr.“

Sandsteinfarben und sehr transparent

Das neue Gebäude, das vermutlich bereits Ende 2013 fertig werden wird, passt sich dem städtebaulichen Umfeld an. „Es wird sandsteinfarben, vierstöckig plus Staffelgeschoss und sehr transparent“, beschreibt Bottermann den Neubau. Vor allem soll neueste Technik für ein gutes Raumklima sorgen. Nicht wie bei vielen alten Anlagen wird an heißen Sommertagen innen ein gefühltes „Frostklima“ erzeugt, das dann für einen ungesunden extremen Wechsel zwischen drinnen und draußen verantwortlich ist. Die Temperatur innen soll dem Außenklima ein wenig angepasst werden. „Wenn es draußen 37 Grad sind, werden es innen auch schon mal um die 26 Grad sein und so den Wechsel für die Mitarbeiter erträglich machen.

In dem neuen Gebäude werden Mitarbeiter der Kredit- und Versicherungsabteilung sowie der Baufinanzierung für Buer untergebracht. Oben auf dem Gebäude ist ein repräsentativer Veranstaltungsraum aus Glas mit Panoramablick geplant. Die Kundenparkplätze sollen im Rahmen des Neubaus nicht nur mehr werden – künftig 30 – sondern auch besser erreichbar. Die bisherige Nadelöhr-Zufahrt soll dann zweispurig werden.

 
 

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