Gelsenkirchen

Nach brutalen Gruppenvergewaltigungen: Diese Verhaltenstipps gibt die Polizei Jugendlichen

Die mutmaßlichen Vergewaltiger sollen über soziale Medien Kontakt zu ihren jungen Opfern aufgenommen haben. Das LKA rät deshalb zur Vorsicht. (Symbolbild)
Die mutmaßlichen Vergewaltiger sollen über soziale Medien Kontakt zu ihren jungen Opfern aufgenommen haben. Das LKA rät deshalb zur Vorsicht. (Symbolbild)
Foto: imago

Gelsenkirchen. Nach den Gruppenvergewaltigungen in Gelsenkirchen und Essen herrscht Unsicherheit im Ruhrgebiet: Eine Gruppe von fünf Männern (16-23) soll im Dezember und Januar mindestens zwei Mächen (16) brutal an abgelegenen Orten vergewaltigt haben.

Zuvor hatten sie laut Polizei und Staatsanwaltschaft über soziale Medien Kontakt zu denen ihnen lose bekannten Schülerinnen aufgenommen und so ihr Vertrauen gewonnen.

Das Landeskriminalamt NRW hat aus diesem Anlass Verhaltenstipps für Jugendliche und Eltern zusammengestellt und über Twitter veröffentlicht.

Persönliche Daten in sozialen Medien schützen

Klar ist: An Vergewaltigungen sind immer die Täter schuld, nicht die Opfer. Die Polizei rät dennoch zur Vorsicht.

So solltest du persönliche Daten in sozialen Medien immer gut schützen. Wenn du einem persönlichen Treffen zustimmst, solltest du bedenken, dass das „Date“ andere Absichten haben könnte als du selbst.

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• Mehr zu den Vergewaltigungsfällen:

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Treffen nur an öffentlichen Orten

Am besten, du nimmst jemanden zu einem Treffen mit, wenn du unbedingt hingehen willst. Achte dort aber auf dein „Bauchgefühl“, rät die Polizei. Spontane Ortswechsel solltest du vermeiden. Das Treffen sollte auch an einem öffentlichen Ort stattfinden, an dem andere Menschen anwesend sind.

Bitte Menschen persönlich um Hilfe

Solltest du doch in eine brenzlige Lage geraten, mach auf dich aufmerksam. Rufe um Hilfe!

Dabei kannst du die Menschen auch etwas persönlicher ansprechen, rät das LKA. Statt bloß „Hilfe!“ zu schreien, könntest du zum Beispiel besser rufen: „Sie mit der blauen Jacke! Ich brauche Hilfe!“ So kann derjenige besser erkennen, dass du tatsächlich in einer Notlage bist und eher die „110“ wählen.

LKA rät von Pfefferspray ab

Von Pfefferspray rät das LKA übrigens ab. Zu schnell können damit Unfälle passieren, bei denen du dich selber verletzt. Oder der Täter nimmt es dir ab und richtet es gegen dich.

>> Hier findest du die gesamte Liste der Verhaltenstipps des LKA NRW.

 
 

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