Modebloggerin aus Gelsenkirchen mit Mut zum Muster

Die Modebloggerin Stephanie Pasche aus Gelsenkirchen-Buer spürt gerne neue Modetrends auf. Frauen aus ganz Deutschland lassen sich von ihrem Blog inspirieren.
Die Modebloggerin Stephanie Pasche aus Gelsenkirchen-Buer spürt gerne neue Modetrends auf. Frauen aus ganz Deutschland lassen sich von ihrem Blog inspirieren.
Foto: Michael Korte
  • Stephanie Pasche (28) aus Gelsenkirchen hat ein Faible für auffällige Muster
  • Mit ihrem Blog „dressitcurvy.de“ gibt sie molligen Frauen Styling-Tipps
  • Ihr Credo: Auch Frauen mit Kurven sollen das tragen, was ihnen gefällt

Gelsenkirchen.. Modeinspirationen kommen heute nicht mehr nur aus Hochglanzzeitungen – vor allem junge Leute schauen eher darauf, welche Trends andere junge Leute in ihren „Blogs“ vorstellen. Die Gelsenkirchenerin Stephanie Pasche ist mit ihrem Blog inzwischen deutschlandweit bekannt geworden: Auf dressitcurvy.de stellt sie Mode für Frauen mit etwas mehr Format vor. Der Titel ihres Blogs ist dabei Programm: „Dress it curvy“ heißt übersetzt so viel wie „zieh’ es kurvig an“.

Und genau um diese Kurven geht es auch in Stephanie Pasches virtuellem Modetagebuch. „Ich möchte andere Frauen mit meinen Ideen inspirieren. Es geht nicht darum, anderen vorzuschreiben, wie man was heute zu tragen hat. Sondern eher darum, anderen zu zeigen, wie man was gut kombinieren kann“, erklärt die junge Frau aus Buer. Ihre eigenen Outfits wählt sie spontan aus, je nach Laune. „Für die Blog-Einträge überlege ich allerdings manchmal auch schon eine Woche vorher, was ich miteinander kombinieren könnte“, sagt Pasche.

Der angesagte „Jungle-Look“ mit auffälligen Drucken wird dann – passend zum Wetter – mit einer Military-Jacke und Jeggings kombiniert. Weiße Röcke setzt die Mode-Bloggerin ebenso in Szene wie bunte Mäntel. Nur schwarz trägt sie kaum. Obwohl das ja schlank machen soll – behauptet der Volksmund zumindest.

„Ich lasse mich von Mode-Regeln nicht einschüchtern“

„Ich als Blogger liebe Mode, aber gerade als Plus-Size-Mädel gibt es viele sogenannte Moderegeln. Das geht, das geht gar nicht. Ich lasse mich von sowas nicht einschüchtern und trage das, was ich möchte und worauf ich Lust habe und nicht das, was mir am besten schmeichelt“, schreibt sie auf ihrem Blog – und lebt diese Devise auch privat. „Man muss einfach mutig sein. Es wird dicken Frauen immer eingebläut, sie müssten Kartoffelsäcke tragen, um zu kaschieren. Das ist doch Quatsch! Eigentlich kann man auch als Plus-Size-Mädel alles tragen, es sollte aber ästhetisch aussehen. Und man sollte sich darin wohlfühlen. Ansonsten gibt es keine ’No go’s’ – jeder hat doch schöne Seiten an sich, die man auch ruhig betonen sollte“, sagt die 28-Jährige im WAZ-Gespräch.

Auf ihrem Blog gibt es fast zu jedem Outfit auch die passenden Schmink- und Stylingtipps. Für unser Fotoshooting hat Stephanie Pasche ihren Nagellack und diverse Armreifen auf die apricot-farbenen Streifen ihrer Hemdbluse abgestimmt. Auch die Schuhe passen farblich zur Bluse – und zum Wetter.

Hintergrundmotive aus der Stadt

Solche Details sind wichtig in der Modewelt – vor allem, wenn man wie die junge Bueranerin rund 50.000 „Follower“ hat, die ihren Blog, Facebook-Einträge, Snapchat oder Instagram-Einträge regelmäßig anschauen, um sich Ideen zu holen. Inzwischen haben auch schon Fernsehsender bei Stephanie Pasche angefragt, und sie gebeten, Modetrends zu zeigen – und Bekleidungsfirmen senden ihr kostenlos Mode zu, damit sie diese Online präsentiert. „Ich zeige allerdings nur die Stücke, die mir auch wirklich gefallen, man muss da schon authentisch bleiben“, betont die 28-Jährige, für die der Blog übrigens ein Hobby ist: „Andere Leute gehen zum Fußball, ich blogge eben in meiner Freizeit über Mode“, sagt die Bürokauffrau augenzwinkernd.

Ganz nebenbei bringt sie mit ihrem Modeblog übrigens auch Gelsenkirchen groß raus – denn für den Hintergrund ihrer Modefotos, die Freunde von ihr schießen, wählt sie oft lokale Motive: Schloss Berge oder Schloss Horst, das Musiktheater, aber auch mit Graffiti besprühte Mauern in ihrer Nachbarschaft waren schon auf „dressitcurvy“ zu sehen. „Der Hintergrund muss jeweils zur Mode passen, deshalb suche ich im Vorfeld ganz gezielt die Gebäude aus, die auf den Fotos zu sehen sind. Zum trendigen Jeans-Outfit passt eher die Graffitiwand, zu romantischeren Styles ein echtes Schloss“, erklärt Stephanie Pasche.

 
 

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