Mobilität auch bei schmaler Börse

Redaktion

Gelsenkirchen. Die RuhrSPD freut sich über die Verabschiedung des Sozialtickets im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR). „Wir haben mit dem Sozialticket eine Lösung gefunden, die vielen Menschen im Ruhrgebiet die Teilhabe am öffentlichen Leben und Mobilität ermöglicht“, stellt Gelsenkirchens OB Frank Baranowski und Sprecher der RuhrSPD fest.

Das beschlossene Sozialticket wird monatlich 29,90 Euro kosten. Bezugsberechtigt sind Bezieher von Hartz IV, Sozialgeld, Grundsicherung, Asylbewerberleistungen und Wohngeld. Bis zu drei Kinder (bis 14 J.) dürfen nach 19 Uhr und am Wochenende mitfahren. „So haben wir uns eine wirksame Hilfe über ein Sozialticket vorgestellt“, resümiert Baranowski. Die RuhrSPD fordere alle politischen Kräfte im Revier auf, sich aktiv für die Einführung des Sozialtickets einzusetzen.

Das Sozialticket begrüßt auch Verdi-Bezirksvorsitzender Wolfgang Gottschalk. Den Preis hält er „für angemessen, obwohl er bei den meisten ein ziemliches Loch ins schmale Hartz-IV-Budget reißt“. Allerdings befürchtet der Verdi-Chef auch „Sozialneid“. Es könne Geringverdiener geben, deren Einkommen knapp über Hartz-IV- oder Wohngeldsatz liegt und die fragen: „Wieso muss ich meine Monatskarte selbst bezahlen?“