Mehr als 300 Gäste bei Eröffnung des NRW-Talentzentrums

Auftaktveranstaltung des NRW-Zentrums für Talentförderung im Hans-Sachs-Haus zu Gelsenkirchen. Im Bild Professor Dr. Bernd Kriegesmann, der Präsident der Westfälischen Hochschule.
Auftaktveranstaltung des NRW-Zentrums für Talentförderung im Hans-Sachs-Haus zu Gelsenkirchen. Im Bild Professor Dr. Bernd Kriegesmann, der Präsident der Westfälischen Hochschule.
Foto: Heinrich Jung
Das Landesprojekt zur Förderung von jungen Menschen aus benachteiligten Familien ist eröffnet. Mehr als 300 Gäste waren in Gelsenkirchen vor Ort.

Gelsenkirchen.. Dass in Gelsenkirchen und Umgebung viele versteckte Talente schlummern und man diese fördern muss, haben die Mitarbeiter der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen schon länger erkannt. Hier startete 2011 das Pilotprojekt „Meine Talentförderung“ mit Suat Yilmaz, dem ersten Talentscout einer Hochschule.

Mittlerweile ist das Projekt auch an sechs weiteren Hochschulen im Ruhrgebiet angekommen und wird dort weiter ausgebaut. Im Hans-Sachs-Haus feierte man am Donnerstagabend mit über 300 Gästen die Auftaktveranstaltung des „NRW-Zentrums für Talentförderung“. Die Mitarbeiter der neu geschaffenen Zentralstelle kooperieren mit den beteiligten Hochschulen, beraten und geben Erfahrungen weiter. Träger und Standort ist die Westfälische Hochschule zu Gelsenkirchen. Ziel des Programms: Unterstützung von Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zu einem erfolgreichen Studium. Gerade die individuelle Förderung von jungen Menschen, die in weniger privilegierten Verhältnissen aufwachsen, ist Kernaufgabe.

Wichtig ist ein glückliches Leben

„Der familiäre Hintergrund soll nicht über die berufliche Zukunft entscheiden, sondern Talente und Fähigkeiten sind wichtig“, erklärte Professor Dr. Bernd Kriegesmann, Präsident der Westfälischen Hochschule. Während 77 Prozent aller Akademikerkinder studierten, seien es gerade einmal 23 Prozent aus Nichtakademikerfamilien, die ein Studium aufnähmen. Talentscout Suat Yilmaz: „Wichtig ist für junge Menschen ein glückliches Leben. Dazu gehört auch Bildung.“

Das Projekt wird vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW finanziert. Wissenschaftsministerin Svenja Schulze sagte bei der Eröffnungsfeier: „Ich sehe das als eine riesige Chance, schon an der Schule Talente zu entdecken und zu stärken. Gerade für junge Menschen, die sich nicht so viel zutrauen, ist das besonders hilfreich. Das Talentzentrum ist ein Leuchtturm für NRW.“ Sie verriet, dass sie selbst Fan des Ruhrgebiets ist und hier aufgewachsen sei. Von den Menschen, der Forschung und der Kultur des Ruhrgebiets halte sie viel und fügte hinzu: „Ich hoffe, dass sich das Bild durch das NRW-Zentrum nach außen hin wandelt.“

Für viele Lacher sorgten am Abend „Hany Siam“ und „Ususmango“. Die Comedians mit Migrationshintergrund unterhielten das Publikum zwischen den verschiedenen Vorträgen mit Witz und Charme. Emotional geprägt waren die Worte von Julia Schmid. Sie war eine der Ersten, die von Talentscout Suat Yilmaz Unterstützung erhielt. „Hätte ich Suat nicht gehabt, würde ich nicht da stehen, wo ich jetzt bin. Jetzt bin ich Stipendiatin, vorher kannte ich das Wort noch nicht mal“, erklärte die 22-Jährige, die mittlerweile Jura im dritten Semester studiert.

 
 

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