Massenschlägerei zwischen zwei Familien in Gelsenkirchen

Zehn Streifenwagen waren nötig, um die Schlägerei zwischen zwei verfeindeten Familien aus Gelsenkirchen und Herten zu beenden. Zwischenzeitlich hatten sich bis zu 70 Schaulustige in Buer gesammelt. Nur durch die Erteilung diverser Platzverweise konnten sich die Beamten einen Überblick über den eigentlichen Vorfall machen.
Zehn Streifenwagen waren nötig, um die Schlägerei zwischen zwei verfeindeten Familien aus Gelsenkirchen und Herten zu beenden. Zwischenzeitlich hatten sich bis zu 70 Schaulustige in Buer gesammelt. Nur durch die Erteilung diverser Platzverweise konnten sich die Beamten einen Überblick über den eigentlichen Vorfall machen.
Foto: Holger Schmälzger
Ein Friedensgespräch zwischen zwei verfeindeten Familien endete in Gelsenkirchen in einer blutigen Schlägerei. Ein Großaufgebot der Polizei war nötig.

Gelsenkirchen. Eigentlich wollten sie sich zu einer klärenden Aussprache treffen. Das zumindest haben die Ermittlungen der Polizei ergeben. Doch das Zusammentreffen zweier verfeindeter Familien aus Gelsenkirchen und Herten endete in einem blutigen Kampf, bei dem Eisenstangen, Baseballschläger und sogar ein Auto eingesetzt wurden. Zehn Streifenwagen waren nötig, um die Streitparteien zu beruhigen.

Gegen 21.20 Uhr ging der Notruf bei der Gelsenkirchener Polizei ein. Auf der Horster Straße in Buer sei ein Streit zwischen mehreren Personen völlig eskaliert, hieß es. Und der Anrufer hatte nicht übertrieben. Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei hatten sich zwei Brüder (19 und ein 27 Jahre) aus Herten in Begleitung einiger Bekannter mit zwei Autos auf den Weg nach Gelsenkirchen gemacht, weil sei eigentlich einen Streit zwischen ihrer und einer anderen Familien aus dem Weg räumen wollten. Besonders ernst können es die Beteiligten damit aber nicht gemeint haben. Anders ist wohl kaum zu erklären, warum die Hertener Eisenstangen und Baseballschläger in ihrem Wagen dabei hatten.

Streit mit Eisenstangen und Autos ausgefochten

Vor der Wohnung der Gelsenkirchener Familie angekommen, stritten sich die beiden Fraktionen zunächst noch verbal. Dieser Streit eskalierte aber recht bald und wuchs zu einer handfesten Schlägerei aus. Allerdings hatte auch die Gelsenkirchener Familie offenbar nicht wirklich an eine friedliche Lösung des Konflikts geglaubt. Denn auch deren Mitglieder waren mit Eisenstangen bewaffnet, die zwei Gelsenkirchener (22 und 45 Jahre) gegen einen 27-jährigen Hertener einsetzten. Vater und Sohn schlugen mit ihren Eisenstangen mehrfach gegen seinen Kopf, bis er blutüberströmt zu Boden ging.

Damit die Männer von seinem Bruder abließen, fuhr der 19-Jährige Hertener nach Angaben der Polizei mit einem der Autos in hoher in Geschwindigkeit los, wendete und steuerte direkt auf den 45-Jährigen zu. Der Familienvater aus Gelsenkirchen wurde von dem Wagen erfasst und landete auf der Motorhaube. Eine weitere 45-jährige Frau wurde ebenfalls von dem Fahrzeug angefahren und verletzt.

Verletzte nicht in Lebensgefahr

Nach ärztlicher Erstversorgung vor Ort wurden die Verletzten zur ambulanten Behandlungen in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Anschließend brachten die Beamten sie ins Polizeigewahrsam. Sowohl die 45-jährige Gelsenkirchenerin als auch der 27-jährige Hertener verbleiben aufgrund ihrer Verletzungen stationär im Krankenhaus, teilte die Polizei am Freitag mit. Lebensgefahr bestehe aber derzeit nicht.

Die Beamten stellten sowohl die beiden Fahrzeuge als auch sämtliche aufgefundenen Eisenstangen und Baseballschläger sicher. Der Führerschein des 19-jährigen Herteners wurde beschlagnahmt.

Worum es bei dem Streit überhaupt ging, konnte die Polizei auf Nachfrage nicht beantworten. Die Ermittlungen der Polizei dauern an. (şat)

 
 

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