Massenschlägerei nach Trennung in Gelsenkirchen

Ein Großaufgebot der Polizei rückte aus, um beide Familien voneinander zu trennen.
Ein Großaufgebot der Polizei rückte aus, um beide Familien voneinander zu trennen.
Ein Streit mehrerer Mitglieder zweier Familien löste einen Großeinsatz der Polizei aus. Weil sich eine 47-jährige Frau von ihrem Freund getrennt hatte, griff ein Gladbecker den Angehörigen seiner Ex-Partnerin mit einem Teppichmesser an. Grund dafür ist anscheinend Ehrverlust des 55-jährigen Mannes.

Gelsenkirchen. Offensichtlich wegen einer Frage der Ehre kam es am Samstag in der Altstadt zu einer Massenschlägerei. Als die Polizei gegen 12.40 Uhr mit zunächst einem Streifenwagen am Tatort Ringstraße eintraf, schlugen sich mehrere Mitglieder zweier Familien auf offener Straße.

Insgesamt waren laut Polizei 20 Personen beteiligt. Zwei 55 und 43 Jahre alte Männer musste die Polizei voneinander und gleichzeitig von den anderen auf sie losstürmenden Familienmitgliedern trennten.

Familienmitglieder mit körperlicher Gewalt zurückgedrängt

Die aufgebrachten Angehörigen mussten nach Informationen der Polizei unter Androhung von Schlagstock- und Pfefferspray-Einsatz davon abgehalten werden, weiter auf die zwei Streitenden einzuwirken.

Mit körperlicher Gewalt wurden sie zurückgedrängt. Ausgangspunkt der Auseinandersetzung war laut Polizei ein Ehrverlust des 55-Jährigen Mannes aus Gladbeck: Seine 47-jährige Partnerin hatte sich von ihm getrennt und war zu ihrer Familie nach Gelsenkirchen zurück gekehrt.

Verwandter wurde mit ausgefahrenem Teppichmesser bedroht

Der verlassene 55-Jährige geriet bei seinem Versuch, die Sache zu klären, in Rage und bedrohte einen 43-jährigen Verwandten der Frau mit einem ausgefahrenen Teppichmesser. Derweil sich Mitglieder beider Familien auf dem Bürgersteig rangelten.

Ein 20-Jähriger leistete erheblichen Widerstand gegen die einschreitenden Beamten. Er ging besonders aggressiv gegen andere am Streit Beteiligte vor und wehrte sich dann mit aller Kraft gegen seine Fixierung und Durchsuchung. Die Polizisten fanden in seiner Tasche einen Schlagring. Der junge Mann stieß nach Polizeiangaben Drohungen und Beleidigungen aus. Erst als ein Streifenwagen unmittelbar neben dem 20-Jährigen stand, konnten die Beamten ihn ins Fahrzeug verfrachten. Während der Fahrt und im späteren Gewahrsam setzte er seine Verbalattacken fort und sperrte sich selbst gegen das Lösen der Handfesseln.

Der 55-Jährige Gladbecker wurde ebenfalls vorüber gehend fest genommen und das Teppichmesser sichergestellt. Als sich die Männer beruhigt hatten, wurden sie wieder auf freien Fuß gesetzt.